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    Tarifverhandlungen bei der Heim gemeinnützige GmbH

    Tarifverhandlungen bei der Heim gemeinnützige GmbH

    29.05.2017

    Städtischer Pflege-, Betreuungs- und Therapie-Anbieter verhandelt nun doch mit ver.di

    Die Heim gemeinnützige GmbH könnte bald attraktivster Arbeitgeber für u.a. Pflegekräfte der Stadt Chemnitz werden.

    ver.di und die Geschäftsführung der Heim gemeinnützige GmbH Chemnitz verständigten sich heute Nachmittag zur Aufnahme von Tarifverhandlungen. Ziel beider Seiten soll eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen insbesondere der Entgelte sein. "Am Ende soll ein Tarifvertrag stehen, der die Heim gGmbH zum besten Arbeitgeber der Pflegebranche in Chemnitz macht.", meint Andre Urmann, ver.di-Verhandlungsführer.

    Bis dahin sei aber noch ein langer Weg. Um an den Mitbewerbern vorbeiziehen zu können, müssten zweistellige prozentuale Gehaltssteigerungen vereinbart werden. Aus Sicht der Gewerkschaft könne nur so die angespannte Personalsituation verbessert werden. Urmann: "In der Pflegebranche wird in Zukunft nicht mehr der billigste Anbieter, sondern derjenige erfolgreich  sein, der Personal zu rekrutieren und zu binden vermag. Gleiches gilt auch für Beschäftigte im Sozialtherapeutischen und somatischen Therapiebereich".

    Marcel Ullmann, Fachkrankenpfleger für Schwerstpflege und Gerontopsychiatrie in der Heim gGmbH rät zur Eile: "Je eher der Arbeitgeber unsere Bedingungen verbessert, um so größer unsere Chance auf neues und motiviertes Personal. Am Ende kommt dies unseren Bewohner zugute". Der examinierte Fachkrankenpfleger ist auf dem Arbeitsmarkt begehrt. Nahezu jeder Pflegeheimbetreiber sucht händeringend nach Fachkräften. Doch einfach den Arbeitgeber zu wechseln hält er aktuell für wenig verantwortungsvoll. "Als Fachkraft habe ich den Anspruch, vor Ort die Zustände zu verbessern.", definiert Marcel Ullmann einen Teil seiner Verantwortung für die Pflegebedürftigen in der Heim gGmbH. Dazu gehöre eben auch eine gute Bezahlung der Pflegenden.

    Der Tarifkonflikt stand noch zuletzt vor einer Eskalation. Nachdem im April die Geschäftsführung der Heim gGmbH die Tarifaufforderung der ver.di mehrfach zurückwies, protestierten die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten am 2. Mai 2017 vor dem Chemnitzer Rathaus und drohten mit Streiks. Die Streikgefahr ist trotz erster Annäherung jedoch noch nicht gebannt. "Gute Gespräche sind das Eine, am Ende zählt nur das Ergebnis", sagt Urmann, der vorsichtig optimistisch auf die bevorstehenden Verhandlungen schaut.

    Für Rückfragen:

    Andre Urmann unter 01 51 174 / 9 87 49

    Hintergrund: Heim gemeinnützige GmbH ohne Tarifbindung seit 01.01.2004. Zuvor Tarifbindung zum öffentlichen Dienst (VKA). ver.di fordert aktuell von der Heim gGmbH im ersten Schritt Einkommenssteigerungen i. H. von mindestens 8 % und einen Stufenplan zur Angleichung der Gehälter an das Niveau im Klinikum Chemnitz, zu dem die Heim gGmbH im Konzernverbund gehört.

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
    Karl-Liebknecht-Str. 30-32
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