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    "Entlastung jetzt!"

    "Entlastung jetzt!"

    14.09.2017

    Entlastung jetzt - ver.di fordert Neueinstellungen von Krankenschwestern und Krankenpflegern

    Die Gewerkschaft ver.di und das „Dresdner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus und in der Pflege“ organisieren für den 19.09.2017 eine Kundgebung auf der Prager Straße in Dresden.

    Um auf die unhaltbare Überlastung von Krankenpflegern und -schwestern aufmerksam zu machen, lädt die Gewerkschaft ver.di für Dienstag, den 19.09.2017, beginnend um 16:30 Uhr, zur Kundgebung auf die Prager Straße ein.

    Die Kundgebung wird im Rahmen des bundesweiten Krankenhausaktionstages abgehalten. An diesem Tag werden in verschiedenen Städten Warnstreiks an Krankenhäusern, Kundgebungen und Demonstrationen organisiert. Der Tag ist Teil der ver.di-Kampagne "Klinikpersonal entlasten". Ziel ist es, Tarifverträge für eine ausreichende Personalbemessung zu erkämpfen und eine gesetzliche Mindestpersonalbemessung anzustreben.

    Der für das städtische Klinikum Dresden zuständige ver.di Sekretär Jens Uhlig erklärte dazu: "Die Situation des Klinikpersonals ist unerträglich geworden. Die Betreuung von bis zu 26 Patientinnen und Patienten durch nur eine Krankenschwester in der Nachtschicht ist der normale Zustand. Damit sind die deutschen Krankenhäuser Schlusslicht im europäischen Vergleich."

    Kritik an den Zuständen kommt auch von der Personalrätin und ver.di-Mitglied Dorit Hollasky: "Dass die Patientinnen und Patienten noch ohne Unterbrechung versorgt werden, liegt nur daran, dass regelmäßig Pflegekräfte aus dem Frei einspringen, Überstunden machen und auf ihre Pausen verzichten."

    Ver.di spricht von bundesweit 3,9 Millionen in den Krankenhäusern angehäuften Überstunden. Die Ursache für diese Entwicklung liegt laut Hollasky in der Profitorientierung im Gesundheitswesen: "Man muss sich entscheiden, ob man Krankenhäuser als Fabriken betreiben möchte oder Menschen heilen will."

    Mit der Aktion am 19.09. soll mit Reden und einem Quiz auf die Situation aufmerksam gemacht werden. Die politisch Verantwortlichen werden einen erhöhten Druck verspüren, da eine breite Öffentlichkeit mit den Missständen konfrontiert wird.

    Weiter Informationen: ver.di-Seite zur Kampagne https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/entlastung/++co++74e9e2e2-5be7-11e7-bf57-525400423e78

    Für Rückfragen:

    Jens Uhlig unter 01 75 / 16 10 295

    Dorit Hollasky unter 01577 / 31 68 085

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
    Karl-Liebknecht-Str. 30-32
    04107 Leipzig
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    Fax 0341/52901 510
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