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    Streik im Rettungsdienst des DRK Kreisverband Stollberg e.V.

    Streik im Rettungsdienst des DRK Kreisverband Stollberg e.V.

    15.11.2017

    Retter kämpfen für einen Tarifvertrag mit besseren Einkommen

    Die Retter der DRK Rettungswachen Burkhardtsdorf, Lugau und Dorfchemnitz/Thalheim haben heute Morgen ihre Arbeit im Krankentransport niedergelegt. Grund für den Ausstand ist die fehlende Verhandlungsbereitschaft des DRK mit ver.di einen Tarifvertrag abzuschließen.

    "Über bessere Einkommen möchte man beim DRK offenbar nicht sprechen", betont André Urmann, zuständiger Gewerkschaftssekretär, der von der Geschäftsführung des DRK Kreisverbandes bisher keine Antwort auf die Forderungen der Retter erhalten hat. "Wer den Dialog mit den eigenen Beschäftigten unterlässt, handelt unanständig", so Urmann weiter.

    Notfallsanitäter David Hiekel ist von seinem Arbeitgeber enttäuscht. "Wir wollen lediglich das, was unsere Kollegen in Chemnitz oder Schwarzenberg verdienen. Aus welchem Grund werden wir vom DRK in Stollberg schlechter behandelt". Rettungssanitäter Jan Weber ergänzt: "Wegen der schlechten Bezahlung haben wir bereits viele gute Kollegen an andere Rettungsdienste verloren."

    Das DRK in Stollberg hatte im laufenden Jahr bereits die Gehälter verbessert. Die teilweise gigantischen Einkommensunterschiede blieben. Ein Rettungsassistent erhält bspw. in Stollberg nach 15 Jahren im Beruf 2442,41 € Grundgehalt. In Schwarzenberg sind nach 15 Jahren bereits 3000,00 € monatlich drin. Lediglich bei den Arbeitszeiten ist das DRK in Stollberg Spitzenreiter. Mit durchschnittlich 48 Stunden sind die Stollberger Retter wöchentlich etwa 10 % länger im Dienst als ihre Kollegen in Chemnitz.

    Die Retter stellen sich auf einen langen Arbeitskampf ein. „Aus heutiger Sicht halten wir Arbeitskampfmaßnahmen bis in die Weihnachtszeit hinein für wahrscheinlich“, betont André Urmann.

    Für Rückfragen:

    André Urmann unter 01 51 / 17 49 87 49

     

    Pressekontakt

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    ver.di-Landesbezirksleiter
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