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    Beschäftigte der Altenpflege fordern mehr Personal

    Beschäftigte der Altenpflege fordern mehr Personal

    21.11.2017

    Bundesweiter ver.di-Aktionstag am Mittwoch, 22. November 2017

    "In der Altenpflege ist es fünf vor zwölf", sagt ver.di-Gewerkschaftssekretärin Sabine Baron. "Pflegekräfte sind überlastet, es fehlt an Zeit und Personal. So geht es nicht weiter". Auf diese Zustände macht die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch, dem 22. November 2017, mit einem bundesweiten Aktionstag aufmerksam.

    Daran beteiligen sich auch Beschäftigte des AWO Zentralhospitals in Görlitz. Eine gute Pflege braucht genügend Personal. Doch genau daran fehlt es. Das ist der Anlass dafür, dass Pflegekräfte im ganzen Bundesgebiet mit kreativen Aktionen auf ihre Arbeitssituation hinweisen. Einspringen außerhalb des Dienstplans, unfreiwillige Teilzeit, befristete Arbeitsverträge, schlechte Bezahlung mit der Folge von Altersarmut – das ist für viele Pflegekräfte die Realität. Sie steht in krassem Gegensatz zu den Lippenbekenntnissen der politisch Verantwortlichen.

    "Pflegekräften in Sonntagsreden Wertschätzung ausdrücken, reicht nicht", betont Sabine Baron. "Es muss in der Altenpflege endlich eine bundesweit einheitliche und verbindliche gesetzliche Personalbemessung geben." Da das von der Bundesregierung geplante Instrument zur Personalbemessung erst 2020 eingeführt werden soll, fordert ver.di ein Sofortprogramm: In stationären Einrichtungen soll eine Pflegekraft im Durchschnitt nicht mehr als zwei Bewohner/innen betreuen; in der Nacht darf in keinem Wohnbereich mehr allein gearbeitet werden. "Es muss mehr Personal in die Einrichtungen – im Interesse der pflegebedürftigen Menschen und der Beschäftigten, die sonst ihre Gesundheit aufs Spiel setzen", so Sabine Baron, Gewerkschaftssekretärin im Fachbereich Gesundheit und Soziales.

    Beschäftigte, Bewohner, Angehörige und Bürger können nur gemeinsam etwas verbessern. Dazu müssen sie sich jedoch Gehör verschaffen und sichtbar werden.

    Dafür treffen sich alle Akteure am 22. November um 14:00 Uhr, um eine Menschenkette um das AWO Zentralhospital, Krölstrasse 46 in Görlitz zu bilden.

    Für Bild- und Tonaufnahmen stehen die Verantwortlichen vor Ort zur Verfügung.

    Für Rückfragen:

    Sabine Baron, zuständige Gewerkschaftssekretärin, unter 01 75 / 2 61 02 26

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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