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    CELENUS Klinik an der Salza

    CELENUS Klinik an der Salza

    27.03.2018

    Streik wird auch in der dritten Woche fortgesetzt

    Vom 28. bis 29. März sind die Beschäftigten der CELENUS Klinik an der Salza in Bad Langensalza (Thüringen) in der Zeit zwischen 6.00 bis 22.00 Uhr zu einem weiteren Streik aufgerufen.

    "Der Ton gegenüber den Beschäftigten wird rauer, dass ist die einzige Reaktion in der Sache. Anstatt sich an den Verhandlungstisch zu setzen, werden streikende Kolleginnen abgemahnt und mit Kündigung bedroht", so Thomas Mühlenberg, Verhandlungsführer von ver.di.

    "Wir bleiben von diesen Methoden unbeeindruckt und setzen die Streiks fort. Zum wiederholten Male wollte der Arbeitgeber die Streiks per einstweiliger Verfügung stoppen lassen und ist gescheitert. Es freut uns, dass unsere Gerichte das Streikrecht höher bewerten, als es frühkapitalistische und längst überwunden geglaubte Unternehmensstrukturen für sich sehen", so Mühlenberg weiter.

    Das sieht unterdessen auch die örtliche Politik so, die sich mit den Streikenden in der letzten Woche bereits solidarisch gezeigt hat.

    Die Kolleginnen und Kollegen fordern nichts Anderes als einen guten Entgelttarifvertrag, der die seit Jahren bestehende Schere auch zu anderen Rehabilitationsbetrieben ausgleicht. Unsere Forderung, hier den Anschluss an den Tarifvertrag der Deutschen Rentenversicherung zu finden, bleibt weiterhin bestehen.

    Zur Erinnerung:

    CELENUS hat insgesamt ein personelles Problem, versucht aber trotzdem, mit teilweise geringen Einkommenszusagen seine Marktposition zu behaupten und auszubauen.

    Selbst die jetzt angedachten einseitigen Gehaltserhöhungen bei Fachkräften, wie zum Beispiel im Bereich der Physiotherapie und der Pflege, bedeuten für langjährig Beschäftigte weiterhin einen Einkommensunterschied von bis zu 42% zu vergleichbaren tarifgebundenen Einrichtungen. In den unteren Entgeltgruppen gilt nach wie vor die Philosophie, dass eine minimale Überschreitung des Mindestlohnes ausreichend sei.

    "Wir verkennen nicht die teilweise problematische Haltung der politisch Verantwortlichen zur Situation an den Rehakliniken", sagt Mühlenberg, "aber erstaunlicherweise erzielen die beteiligten Finanzinvestoren, insbesondere durch Immobilien und Kliniken in etablierter Lage, Spitzenrenditen von bis zu 7,5%", konstatiert der Gewerkschafter.

    (Quelle: REHA Kliniken in Deutschland, Immobilien-und Investmentmarktbericht 2015 BDO und CBRE). Das Geschäft lohnt sich also.

    "Sich auf Kosten der Beschäftigten zu einem der großen Rehabilitationsbetreiber am Markt entwickeln zu wollen, ist der falsche Weg", meint der Gewerkschafter.

    Die Streikenden treffen sich direkt vor Ort in der Kurpromenade 6-8 in Bad Langensalza.

    Für Rückfragen und vor Ort:

    Falk Ludwig, Gewerkschaftssekretärim Bezirk Thüringen, unter 01 60 / 90 41 59 96

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
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