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    CELENUS Klinik an der Salza GmbH

    CELENUS Klinik an der Salza GmbH

    28.11.2017

    Weiterer Warnstreik

    Am 29. und 30. November 2017 sind die Beschäftigten der CELENUS Klinik an der Salza in Bad Langensalza (Thüringen) in der Zeit zwischen 6.00 bis 22.00 Uhr zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen.

    Der Arbeitgeber hat zuletzt im Oktober versucht, Streikmaßnahmen unter Inanspruchnahme von Rechtsmitteln zu verhindern. Hier sind wir als ver.di in Widerspruch gegangen um damit deutlich zu machen, dass wir uns das Mittel eines Arbeitskampfes nicht aus der Hand nehmen lassen. "Die Beschäftigten erwarten keine taktischen Verfahren vor deutschen Gerichten, sondern eine tarifvertragliche Lösung in ihrem Sinne", so Thomas Mühlenberg, Verhandlungsführer von ver.di.

    Die Kompromissfähigkeit war bisher groß. Die Beschäftigten liegen mit ihren Einkommen hart an der Grenze der Sittenwidrigkeit und in Teilen wird diese noch unterboten. Verdient eine langjährig beschäftigte Schwester in einer Rehaklinik der Deutschen Rentenversicherung gut 3300 €, sind es in Langensalza ca. 1800 €. "Kompromissbereit sind wir immer noch. Erklären können wir den Kolleginnen und Kollegen eine solche Haltung nicht mehr", so Mühlenberg weiter.

    "Wir haben die Streikmaßnahmen frühzeitig angekündigt um dem Arbeitgeber einen organisatorischen Vorlauf zu ermöglichen, rechnen aber wiederum damit, dass der Arbeitgeber die Gerichte bemühen wird. Hintergrund ist der Wunsch nach einem "Notdienst" der als "Rundum Sorglos" Paket den Weiterbetrieb der Klinik ermöglicht. Das lehnen wir ab, sichern jedoch den Klinikbetrieb mit einem von unserer Seite zugesagten Notdienst ab", so Mühlenberg.

    Besonders bitter stößt den Beschäftigten weiterhin auf, dass selbst im eigenen Unternehmen, das bundesweit aufgestellt ist, in einzelnen Berufsgruppen Gehaltsunterschiede bis zu 1.000 EUR wirksam werden. CELENUS hat gerade erst die Mehrheit an einer weiteren Gruppe mit 30 Standorten erworben, dass kann gut für das Unternehmen sein, geht aber weiterhin zu Lasten der Einkommen der Beschäftigten.

    "Wir diskutieren das Problem der Personalsituation in den Gesundheitsberufen auf allen Ebenen und beklagen den sich langsam zuspitzenden Mangel, dann muss man die Frage der Vergütung konsequent bis zu Ende mitdiskutieren, CELENUS selbst spürt das ebenfalls. Die Personalsituation ist an einigen Standorten durchaus präkär. Jetzt wird versucht die Frage der Vergütung auf betrieblicher Ebene zu regeln, dass lehnt der Betriebsrat in Langensalza nach unserer Kenntnis bisher ab", so Thomas Mühlenberg.

    Sollte der Arbeitgeber bei seiner Position bleiben, werden wir sehr kurzfristig entscheiden, wie wir weiter reagieren.

    Die Streikenden treffen sich direkt vor Ort ab 6.00 Uhr in der Kurpromenade 6-8 in Bad Langensalza

    Für Rückfragen und vor Ort:

    Falk Ludwig, Gewerkschaftssekretär, unter 01 60 / 90 41 59 96

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
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    04107 Leipzig
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