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    Leipziger Dozent*innen-Initiative

    Leipziger Dozent*innen-Initiative

    11.12.2017

    Leipziger Dozent*innen-Initiative will „Beziehungskiste“ mit der Stadt klären

    Wir wollen keine Geschenke! Dieses zu Weihnachten eher rare Motto steht auf der großen Kiste, an der Mitglieder der Dozent*innen-Initiative an der VHS Leipzig am Mittwoch die Stadtverordneten auf dem Weg zur Ratssitzung begrüßen möchten. Und tatsächlich, die weihnachtlich gekleideten Dozentinnen und Dozenten halten die Hand nicht auf. Im Gegenteil – sie verteilen kleine Gaben. Ihr Anliegen ist es, die Beziehungskiste – weihnachtlich rot präsent inmitten der Gruppe – zu klären, die sie mit der Stadt verbindet.  

    Anlass der humorvollen Aufwartung ist ein Brief, der die engagierten Mitglieder der Initiative vor einigen Wochen erreicht hat. Verwaltungsbürgermeister Herr Hörning schrieb, dass die Stadt Leip­zig den Sachverhalt sowie ihre Handlungsoptionen prüfen wolle und ihr weiteres Vorgehen abstim­men. Soweit dieser interne Prozess abgeschlossen sei, werde man auf sie zukommen.

    Die Formulierung beunruhigt die Lehrkräfte der VHS. "Das erscheint uns wie eine Vertagung ins Unendliche", merkt Karl Kirsch, Sprecher der Initiative, an. "Das Thema aber muss dringend auf den Tisch – und das besser heute als morgen", ergänzt Kirsch. Und Olaf Broszeit, ver.di-Fachbe­reichsleiter, fügt hinzu: "Handlungsoptionen ließen sich eigentlich nirgendwo besser als im direkten Gespräch mit uns klären. Die Sachkompetenz der Gewerkschaft in diesen Fragen ist groß und man sollte sie nutzen."

    "Uns ist es dabei sehr wichtig, zu betonen, dass wir keine Geschenke wollen", sagt Ulrike Pfeifer, wie Karl Kirsch an der VHS aktiv. "Und wenn zehn Mal Weihnachten vor der Tür steht. Wir arbei­ten tagtäglich für unsere Stadt und sorgen dafür, dass Leipzig Weiterbildung in hoher Qualität an­bieten kann. Unsere Arbeit muss aber die Lebenshaltungskosten und unsere Kosten für soziale Absi­cherung bezahlen. Es geht hier nicht um Zuckerchen. Sondern um das grundlegend Notwendigste. Deshalb also: Wir müssen reden!"

    Aber noch aus einem anderen Grund drängt die Initiative auf die baldige Wiederaufnahme der Ge­spräche. "Weiterbildung muss gut sein, um nachhaltig zu sein. Und Qualität muss man angemessen vergüten", sagt Olaf Broszeit. "Die Stadt leidet hier natürlich auch unter der chronischen Unterfi­nanzierung des Sektors durch das Land Sachsen. Aber wie wollen wir gemeinsam gegenüber dem Land die Stimme erheben? Auch dazu brauchen wir den direkten Dialog mit der Stadt!"

    Für Rückfragen:

    Olaf Broszeit, Landesbezirksfachbereichsleiter, unter 01 51 / 16 75 97 56

     

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
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