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    Rettet den Rettungsdienst

    Rettet den Rettungsdienst

    16.11.2017

    Demonstration in der Landeshauptstadt Dresden. Retter fordern die sächsischen Politiker zum Handeln auf.

    Die Gewerkschaft ver.di hat für den 18. November 2017 zu einer Solidaritätskundgebung aufgerufen. Es geht um die Solidarität mit den aktuell im Streik befindlichen Rettungsdienstbeschäftigten des Deutschen Roten Kreuz in Dresden. "Wir wollen die Politik wachrütteln. Das Thema Rettungsdienst darf nicht weiterhin verschlafen werden", sagt André Urmann, Gewerkschaftssekretär der ver.di, und verweist auf ein Problem im Kampf um bessere Einkommen und Arbeitsbedingungen dieser Beschäftigten.

    Die schlechten Arbeitsbedingungen in der Branche machen sich aktuell am niedrigen Einkommen, einer steigenden Einsatzdichte und Zwölf-Stunden-Diensten fest. Die langen Dienste werden zudem nicht voll bezahlt. "Ich bin regelmäßig 12 Stunden auf der Arbeit und erhalte nur 10 Stunden vergütet", sagt Stephan Heinrich, Notfallsanitäter beim DRK.

    Die Gewerkschaft ver.di weiß, das jahrelange Lohndumping im Deutschen Roten Kreuz ist nicht allein der Grund für das Dilemma, in dem die Retter aktuell stecken.

    Die aktuelle Gesetzgebung im Freistaat zwinge die Städte und Landkreise, einen Großteil der Rettungsdienstleistung auszuschreiben. Den Zuschlag erhält jeweils der "wirtschaftlichste Bewerber". Im künstlich geschaffenen Wettbewerb bleiben dann die Einkommen der Beschäftigten auf der Strecke. Das hat aktuell verheerende Auswirkungen auf die Qualität der Rettungsdienstleistung. Fehlendes Personal durch Abwanderung in andere Bundesländer führt heute bereits zu Engpässen im Rettungswesen. Die Stadt Dresden spricht selbst  schon von einem planerischen Defizit zur Einhaltung der gesetzlich geforderten Hilfsfristen.

    ver.di fordert daher vom Freistaat schnelle Hilfe. Die Vergabegesetzgebung muss laut ver.di ausgesetzt werden und es soll eine sogenannte Bereichsausnahme für den Rettungsdienst gelten. Nur so sei der Rettungsdienst zu retten.

    Solidaritätsdemonstration „Rettet den Rettungsdienst“

    18. November 2017

    Beginn: 13:00

    Treffpunkt: Dresden, Albertplatz- Artesischer Brunnen

    Danach Demonstration zur Frauenkirche, im Anschluss Kundgebung vor der Frauenkirche

     

    Kontakt für Anfragen und vor Ort:

    Jens Uhlig unter 01 75 / 1 61 02 95 und André Urmann unter 01 51 / 17 49 87 49

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
    Karl-Liebknecht-Str. 30-32
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