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    Tarifrunde Postbank

    Tarifrunde Postbank

    18.10.2017

    Streiks zeigen Wirkung - Postbank stellt ein verbessertes Angebot in Aussicht

    In die am 24. September 2017 ergebnislos abgebrochenen Tarifverhandlungen bei der Postbank kommt wieder Bewegung. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Postbank kommen am Montag, 23. Oktober 2017, in Berlin zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammen. Als Grundlage dafür stellte die Postbank ein verbessertes Angebot in Aussicht.

    "Wir sind bereit, die Verhandlungen weiterzuführen, weil die Arbeitgeber signalisiert haben, dass sie ein verbessertes Angebot vorlegen wollen", kommentierte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck die aktuelle Entwicklung. Diese Bewegung sei ein Ergebnis der bereits durchgeführten Warnstreiks. Duscheck wies zugleich darauf hin, dass es zu unbefristeten Streiks kommen könne, falls es zu keiner Einigung komme.

    In der mitteldeutschen Region wird diese Einschätzung vom zuständigen Gewerkschaftssekretär Marko Wunderlich unterstrichen.

    "Unsere Mitglieder haben bereits in den Urabstimmungen der vergangenen Tage deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie ein unzureichendes Angebot nicht akzeptieren werden".

    Dass es sich hierbei nicht um Floskeln oder Drohgebärden handelt, werden sie am morgigen Donnerstag, 19. Oktober, unter Beweis stellen.

    "Wir haben erneut die Beschäftigten im Postbankfilialvertrieb der Filialgebiete Dresden und Magdeburg zur Arbeitsniederlegung aufgefordert. Unserem Aufruf werden mehr als 170 Beschäftigte aus bis zu 26 Filialen folgen", prognostiziert der Gewerkschafter.

    Die Streikenden treffen sich um 9 Uhr an den ver.di Geschäftsstellen in Dresden, Cottaer Str.2 - und in Magdeburg, Breiter Weg 193.

    Mit den Filialbetrieben in Freital, Dresden, Pirna, Görlitz, Zittau, Kamenz, Bautzen, Hoyerswerda, Cottbus, Senftenberg, Magdeburg, Dessau und Stendal ist eine drei Bundesländer umfassende Fläche von den Streiks tangiert.

    ver.di fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, die Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Forderungen. ver.di hat darüber hinaus zu einem Zukunftstarifvertrag, der auch Regelungen zur Digitalisierung beinhalten soll, Gesprächsbedarf.

    Verhandelt wird für rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG).

    Für Rückfragen:

    Marko Wunderlich, Gewerkschaftssekretär im Fachbereich Finanzdienstleistungen, unter 01 77 / 4 66 49 91

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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