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    Tarifverhandlungen für Schlösser, Burgen und Gärten

    Tarifverhandlungen für Schlösser, Burgen und Gärten

    26.04.2018

    Beschäftigte streiken am 26. April vor dem Landtag in Dresden

    Die Geschäftsführung der Schlossbetriebe-Verwaltung GmbH verweigert die Fortsetzung der Tarifverhandlungen und hat offensichtlich Rückendeckung vom Freistaat Sachsen.

    Das nehmen die Beschäftigten der Schlösser Augustusburg, Scharfenstein sowie Schloss und Park Lichtenwalde nicht länger hin und werden am 26. April ab 9 Uhr vor dem Sächsischen Landtag in Dresden demonstrieren

    Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden, dem darauffolgenden Abbruch der Verhandlungen durch die Geschäftsführerin und einer Vielzahl von Initiativen des Betriebsrates und der Gewerkschaft sehen sich die Beschäftigten gezwungen, erneut in den Warnstreik zu treten.

    "Unsere Forderung nach einem Tarifvertrag, der sich an dem Tarifvertrag der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH orientiert, ist berechtigt. Mit Empörung stellen die Beschäftigten fest, dass der Freistaat offensichtlich bei den Schlössergesellschaften, in denen er Gesellschafter ist, mit zweierlei Maß misst", betont Olaf Broszeit, Verhandlungsführer von ver.di und fügt hinzu, dass die Beschäftigten die Verweigerungshaltung des Freistaates nicht verstehen. Insbesondere vor dem Hintergrund der finanziellen Lage des Freistaates, der 100%iger Gesellschafter der Schlossbetriebe Verwaltungs-GmbH ist.

    Die Steuereinnahmen im Freistaat Sachsen steigen stetig, übertrafen die Planung für 2017 um mehr als 650 Millionen Euro und werden auch im Jahre mit ca. 400 Millionen Euro über Plan liegen.

    "Die Verweigerung der Arbeitgeberin und insbesondere des Freistaates Sachsen, die Arbeitsbedingungen und die Entgelte der Beschäftigten in einem Tarifvertrag zu regeln, lässt vermuten, dass insbesondere die Höhe der Gehälter nicht durch faire Verhandlungen geregelt werden sollen, sondern wie bisher in der alleinigen Entscheidung der Geschäftsführung verbleiben sollen", mutmaßt Broszeit.

    Für Rückfragen:

    Olaf Broszeit, Landesbezirksfachbereichsleiter, unter 01 51 / 16 75 97 56     

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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