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    Helios Vogtland-Klinikum Plauen

    Helios Vogtland-Klinikum Plauen

    30.03.2021

    In verschiedenen Städten protestieren Beschäftigte des Klinikbetreibers Helios am Dienstag, 30. März 2021, für ein gutes Tarifergebnis. Am Vogtland-Klinikum Plauen ruft ver.di zum Schichtwechsel zwischen 13 Uhr und 15 Uhr zu einer aktiven Mittagspause vor dem Krankenhaus auf. Hintergrund ist die konfrontative Haltung des Unternehmens in den laufenden Tarifverhandlungen für die rund 21.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten in 34 Krankenhäusern, in denen der Helios-Konzerntarif-vertrag gilt. Die Verhandlungen werden am Mittwoch fortgesetzt.

    „Es ist ein Unding, dass Krankenhausbeschäftigte mitten in der Pandemie dafür streiten müssen, dass ihre Leistungen angemessen honoriert werden“, sagt ver.di-Gewerkschaftssekretärin Simone Bovensiepen. „Alle Welt redet darüber, wie wichtig die Arbeit der Klinikbeschäftigten ist – aber Helios hat das offenbar noch nicht verstanden und verweigert ihnen die Wertschätzung, die sie verdienen.“ Laut dem vom Unternehmen zuletzt vorgelegten Angebot sollen die Löhne und Gehälter in den ersten fünf Monaten überhaupt nicht und im Juni um nur ein Prozent steigen. „Das bedeutet nichts Anderes als Reallohnverlust“, stellt Bovensiepen fest. „Schon jetzt fehlt es an allen Ecken und Enden an Personal. Um die dringend benötigten Arbeitskräfte zu gewinnen, müssen sie angemessen bezahlt werden. Das Helios-Angebot ist meilenweit von dem entfernt, was nötig ist.“

    Für Empörung sorgt, dass das Unternehmen die tarifliche Vereinbarung zur Pflegezulage gekündigt hat. Bleibt es dabei, könnte sie Pflegekräften bei Neueinstellung oder Vertragsänderung ab Januar 2022 vorenthalten werden. „Währen die dritte Welle der Corona-Pandemie auf die Einrichtungen zurollt, stellt Helios Gehaltsbestandteile für Pflegekräfte in Frage – ein fatales Signal“, so Bovensiepen weiter. Dabei könne sich die Klinikkette Verbesserungen durchaus leisten, erklärt die Gewerkschafterin mit Verweis auf den Vorsteuergewinn von 600 Millionen Euro, den Helios für 2020 bilanzierte. Auch für dieses Jahr erwarte das Unternehmen eine positive Entwicklung. Der Helios-Mutterkonzern Fresenius hat angekündigt, die Dividende zum 28. Mal in Folge zu erhöhen. 

    „Immer mehr Geld für Aktionäre und Lohnkürzungen für die Beschäftigten – solche Praktiken haben im Gesundheitswesen nichts zu suchen“, kritisiert Simone Bovensiepen. „Wir erwarten am Mittwoch ein deutlich verbessertes Tarifangebot. Dafür machen die Kolleginnen und Kollegen mit dem Aktionstag Druck.“

    Hinweis:

    Helios Vogtland-Klinikum Plauen, Nähe Haus 7, Aktive Mittagspause in der Zeit von 13 Uhr bis 15 Uhr

    Kontakt:

    Simone Bovensiepen, unter 01 51 / 11 45 26 98

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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