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    Petition „Jenas letzte Gefährdungsanzeige“ und 100 Tage Frist für Abschluss Tarifvertrag – Änderung im Zeitplan

    03.07.2019

    Petition „Jenas letzte Gefährdungsanzeige“ und 100 Tage Frist für Abschluss Tarifvertrag – Änderung im Zeitplan

    Am 3. Juli werden den Fraktionsvorsitzenden der drei Regierungsparteien sowie dem zuständigen Minister Wolfgang Tiefensee und der Klinikumleitung des UKJ Jenas letzte Gefährdungsanzeige überreicht. In der Petition fordern die Beschäftigten des UKJ einen Tarifvertrag „Entlastung“ noch vor den Landtagswahlen im Oktober.

    Die Petition wurde von 1.307 Beschäftigten des UKJs unterschrieben. Davon kommen 1.043 Unterschriften aus der Pflege. Somit steht eine deutliche Mehrheit der Pflegekräfte am UKJ hinter der Forderung (bei einer durchschnittlichen Ausfallquote von 20% sind im Moment 1.456 Pflegekräfte am UKJ erreichbar). Außerdem haben über 200 Beschäftigte aus Küche, IPT, Cafeteria, ZSVA und anderen nicht-pflegerischen Bereichen sowie viele Auszubildende unterschrieben.

     „Bereits am Montag wurde der Vorstand des Klinikums zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag „Entlastung“ aufgefordert. Mit dem Überreichen der Petition durch die Beschäftigten beginnt eine 100 Tage Frist zum Abschluss eines Tarifvertrages. Diese Frist endet zwei Wochen vor den Landtagswahlen. Nach Ablauf der Frist behalten wir uns weitere Schritte vor“, erläutert Philipp Motzke, zuständiger Gewerkschaftssekretär von ver.di für das UKJ. 

     Die Petition im Wortlaut:

    „Wir, die Beschäftigten des Klinikum Jena, sichern mit unserer professionellen Arbeit jeden Tag als Maximalversorger die Gesundheitsversorgung der ganzen Region. Doch wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen. 

    Wir wollen auch in Zukunft noch gute Arbeit leisten. Wir fordern mehr Personal und Entlastung. Für unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten. Wir erwarten von Landesregierung und Klinikleitung einen Tarifvertrag „Entlastung“ noch vor den Landtagswahlen.“

    Hinweis: Der Titel spielt darauf an, dass mit der Petition eine letzte Warnung ausgesprochen wird. Gefährdungsanzeigen können von einzelnen Pflegekräften oder von Teams an die Leitung gestellt werden, um auf eine Gefährdungssituation für Patient*innen oder Beschäftigte hinzuweisen. Gemäß § 611 BGB und §§ 15 ff. ArbSchG hat der Arbeitnehmer die Pflicht eine Gefährdung beim Arbeitgeber anzuzeigen. In den letzten Monaten wurden 231 Gefährdungsanzeigen am UKJ geschrieben, die jedoch nicht zu einer Verbesserung der Lage geführt haben.

    Für Rückfrage: Philipp Motzke, zuständiger Gewerkschaftssekretär unter 0151/ 23 85 54 79 

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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