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    ver.di ruft Spätschicht bei Amazon in Leipzig am Samstagnachmittag kurzfristig zum Streik auf!

    18.10.2014

    Für Tarifvertrag, Lohnerhöhung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie gute Pausenregelungen

    Am Samstagnachmittag ruft ver.di kurz entschlossen die Spätschicht zum Streik auf. Mit dem Streik am Samstagnachmittag will ver.di besonders auf die Notwendigkeit hinweisen, dass tarifliche Regelungen u.a. für Arbeiten zu ungünstigen Zeiten notwendig sind.

    "Arbeiten am Wochenende und in den Abendstunden sollten wirklich auf das absolute Minimum beschränkt werden, da die gesundheitlichen und familiären Belastungen für die Beschäftigten besonders groß sind", so Streikleiter Thomas Schneider. "Wenn dann aus wichtigen Gründen dann doch zu solchen Zeiten gearbeitet werden muss, dann müssen dafür besondere Regelungen wie Häufigkeit und Zuschläge her und diese werden üblicherweise im Tarifvertrag geregelt."

    "In Tarifverträgen wird mehr geregelt als die Einkommen. Verbindliche Regelungen auch für Zuschläge, Einschränkung der Arbeit zu ungünstigen Zeiten, Schutzregelungen für besondere Personengruppen, für Urlaub und Pausen sind ebenfalls notwendig", so Thomas Schneider. "Bei Amazon wird dieses einseitig durch den Arbeitgeber festgelegt und das muss sich dringend ändern. Wir streiken für einen Tarifvertrag bei Amazon."

    "Der heutige Streik nur an einem Standort ist Teil einer flexiblen Strategie, vor 2,5 Wochen haben wir an 5 Standorten gestreikt, heute werden wir an einem Standort die Beschäftigten zu einer extrem familienunfreundlichen Arbeitszeit zum Streik aufgerufen. Wenn Amazon besonders die Flexibilität in den Vordergrund stellt, können wir dieses auch", so Thomas Schneider. "Die Aktion ist ein Weckruf an die Verantwortlichen bei Amazon!"

    Hinweise für die Redaktionen – Rückfragen an:

    Vor dem Amazon-Gebäude in Leipzig, Amazonstr.1, werden Kollegen und Kolleginnen der Spätschicht zum Streik aufgerufen. Beteiligen werden sich auch Beschäftigte einer sogenannten Mittelschicht, die ab 15:00 h im Betrieb ihre „Arbeit niederlegen“ und sich dann am Streik beteiligen werden. Nach einer Kundgebung werden die Kolleginnen und Kollegen in das wohl verdiente Wochenende geschickt.

    Für Rückfragen:
    Thomas Schneider
    ver.di-Streikleiter bei Amazon in Leipzig
    Handy:
    01 60 / 71 97 238

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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