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    - eine unendliche Geschichte...

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    Voller Freizeitausgleich für Überschreitung der Höchstarbeitszeit bei der Feuerwehr 01.02.2012

    Diese Politik ging lange auf, gleichwohl gab es allerdings Kollegen, die sich wehr-ten. Bereits beim 34. Norddeutschen Feuerwehrtag 2003 in Dessau sagte der damalige Innenminister Herr Jeziorsky: „Die Regelung gilt für alle, die im Bereitschaftsdienst sind!“ Weitere Klagen, wie etwa 2010 von einem Kollegen aus Halle/Saale vor dem EuGH, bestätigten dies.

    Bis heute werden die zwischenzeitlich durch eine Reihe gerichtlicher Entscheidungen, zuletzt im September 2011 durch das BVerwG, bestehenden Rechte nicht anerkannt. Kollegen und Kolleginnen, die von ihrem Recht Gebrauch machen, müssen oftmals im Gegenzug mit Zurechtweisungen rechnen. Politikverantwortliche und Oberbürgermeister, wie zum Beispiel in Dessau-Roßlau, um nur ein Beispiel herauszugreifen, zögern Entscheidungen diesbezüglich hinaus oder sind weit davon entfernt, den Rechtsansprüchen Rechnung zu tragen. Auf der anderen Seite wird allerdings der volle Einsatz der Feuerwehrmänner und -frauen erwartet, wenn es brennt oder andere Fälle oft lebensnotwendiger Rettung nötig sind. Dieses Handeln entbehrt jedweder Grundlage und führt zu völligem Unverständnis bei den Betroffenen. Damit muss endlich Schluss sein.

    "Hierbei geht es sowohl um Gerechtigkeit als auch um Anerkennung", so Bernd Meier, Vorsitzender der ver.di-Landesfachgruppe Feuerwehr in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
    "Jahrelange Inanspruchnahme von Mehr- bzw. Zuvielarbeit wurde gern angenommen; sollen die Kollegen sich jetzt bedanken, dass sie um ihren Lohn betrogen werden?" so Bernd Meier. Geld fehlt an allen Ecken und Enden in den Kommunen und die betroffenen Beschäftigten sollen es ausbaden. Wer durch Einsparungen auf den Schultern derer, die tagtäglich ihr Leben riskieren und durch ständige Sparmaßnahmen, auch im Bereich der Feuerwehr, die dauerhafte Arbeits- und Einsatzfähigkeit im Interesse der Bürgerinnen und Bürger gefährdet, handelt aus Sicht von ver.di sehr fahrlässig.

    Und das in einem Berufszweig, der laut einer Umfrage zu den in der öffentlichen Wahrnehmung anerkanntesten Berufen zählt. Damit muss endlich Schluss sein, sonst entsteht noch ein ganz anderer Brandherd. Auch hier gilt "Vorbeugen ist besser als heilen".


    Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an

    Bernd Meier,
    Vorsitzender der Landesfachgruppe Feuerwehr
    im ver.di-Landesbezirk SAT
    Tel.: 01 77 / 5 06 48 89

    oder

    Manuela Schmidt
    Fachbereichsleiterin Gemeinden
    ver.di Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    Handy 01 70 / 5 74 94 44

    Herausgeber:

    ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    Pressestelle
    Karl-Liebknecht-Str. 30
    04107 Leipzig

    V.i.S.d.P.: Thomas Voß
    Landesbezirksleiter