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    Erneut Warnstreik bei den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

    Erneut Warnstreik bei den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

    29.05.2015

    Am Freitag, 29. Mai 2015, treten die Beschäftigten aus den Bereichen Technik, Werkstätten und Verwaltung der Landesbühnen Sachsen GmbH, Radebeul (LBS) erneut in einen Warnstreik zur Durchsetzung ihrer Forderung für einen Haustarifvertrag (HTV) auf der Grundlage der Anerkennung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L).

    Dazu sagte ver.di-Fachbereichsleiter und Verhandlungsführer Michael Kopp: "Mit dem erneuten Warnstreik fordert ver.di die Geschäftsführer der LBS auf, endlich ein substanzielles und verhandlungsfähiges Angebot für einen HTV zu machen. Die Beschäftigten erwarten keine neuen Nebelkerzen, Mogelpackungen und Pseudoangebote sondern ein echtes Angebot, das ihre bisherigen und künftigen tariflichen Rechte und Einkommen sichert." Kopp kritisiert ebenso den Freistaat Sachsen und den Finanzminister Prof. Unland, der als Eigentümer und Gesellschafter der GmbH offensichtlich eine Tarifeinigung blockiert. Ein Brief an den Minister blieb bisher unbeantwortet. "Diese Form der "Sächsischen Tarifautonomie" lehnen wir ab", sagte der ver.di-Verhandlungsführer. In allen 16 öffentlichen Theatern in Sachsen (bis auf Freiberg) gelten die Tarifverträge TV-L oder TVöD. Das soll auch in Radebeul so bleiben! Auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates Thomas Früh (Abteilungsleiter im Kulturministerium – SMWK) hätte sich noch nicht bei ver.di oder den Beschäftigten gemeldet, um Schaden von den Landesbühnen abzuwenden.

    Der Staatsbetrieb LBS ist 2012 in eine GmbH umgewandelt worden, die weiterhin zu 100 Prozent dem Gesellschafter Freistaat Sachsen gehört. Für die künstlerischen Beschäftigten gelten deren Tarifverträge und Tariferhöhungen. Der einschlägige Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst wird den ca. 70 TV-L-Beschäftigten von der Geschäftsführung verweigert. In 10 öffentlichen Theatern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die ebenfalls als GmbH arbeiten, gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst.

    Am 14.04.2015 hat ver.di die Verhandlungen für gescheitert erklärt. Am 4.05., 14.05. und 15.05.2015 haben bereits Warnstreiks stattgefunden.


    Für Rückfragen:
    Michael Kopp,
    Landesbezirksfachbereichsleiter Medien, Kunst, Industrie
    Tel. 01 72 / 3 63 40 00

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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