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    Kreismusikschule Dreiländereck Löbau

    Kreismusikschule Dreiländereck Löbau

    19.11.2018
    Streik Kreismusikschule Dreiländereck ver.di Streik Kreismusikschule Dreiländereck

    4. Warnstreik an der Kreismusikschule Dreiländereck Löbau -
    Bereits 2. Streiktag im November

    Ver.di hat die Beschäftigten der Kreismusikschule Dreiländereck am Freitag, 16. und am Montag, 19. November 2018 erneut für zwei Tage zum Arbeitskampf für einen Haustarifvertrag aufgerufen. Am vergangenen Freitag haben die Streikenden in Niesky über weitere Aktionen beraten (Foto, siehe Anlage)

    In einem Brief hatten sich 30 Musikschullehrer*innen an den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer gewandt und ihre Situation geschildert. Auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung antwortete er:

    „Es ist vollkommen in Ordnung, wenn die Musikschullehrer für Ihre Interessen kämpfen. Der Freistaat Sachsen hat die Förderung der Musikschulen im Land immer wieder angehoben. Über die konkrete Verwendung entscheiden die Landkreise.“

    „Wir interpretieren es so, dass der Landrat von Görlitz, Bernd Lange, die Bemühungen des Ministerpräsidenten konterkariert, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen im ländlichen Raum zu verbessern“, sagt Michael Kopp, Fachbereichsleiter Medien, Kunst und Industrie bei ver.di. Es geht nicht an, dass der Landkreis offensichtlich vorhandene finanzielle Mittel nicht für die Musikschule einsetzt, kritisiert er.

    Die streikenden Musikschullehrer bekommen auch viel Zuspruch von Schülereltern und bedanken sich dafür sehr herzlich! Ein anonymisiertes Beispiel, dass an einen Musikschullehrer gesandt wurde:

    Lieber Herr X,
    wir befürworten Ihre Aktion voll und ganz und hoffen, dass diese endlich Früchte tragen. Wir sehen Ihre Arbeit und die Ihrer Kollegen als einen wichtigen Bestandteil in der Entwicklung unserer Kinder. Leider wird oft viel zu spät oder gar nicht erkannt, was man mit musikalischer und anderer kultureller Bildung in der Gesellschaft bewirken kann. Also weiter kämpfen und nicht mehr mit Worten abspeisen lassen! Wir stehen hinter Ihnen!
    Ihre Familie Y.

    Die Streikenden haben beschlossen, dass der Arbeitskampf weiter geht, bis die Verhandlungen für einen Haustarif aufgenommen werden.

    Leider lässt es sich wegen der Verhandlungsverweigerung der Arbeitgeber nicht vermeiden, dass es zu Unterrichtsausfall kommt. Dafür bitten wir die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern um Verständnis.

    Für Rückfragen:
    Michael Kopp, ver.di Fachbereichsleiter Medien, Kunst und Industrie
    0172 36 34 000

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
    Karl-Liebknecht-Str. 30-32
    04107 Leipzig
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    Fax 0341/52901 510
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