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    Neuer Tarifvertrag im DRK Döbeln-Hainichen

    Neuer Tarifvertrag im DRK Döbeln-Hainichen

    17.02.2017

    Dem Fachkräftemangel mit attraktiveren Arbeitsbedingungen begegnen - spürbare Verbesserungen bei Einkommen, Arbeitszeiten und sozialen Komponenten

    Die Tarifverhandlungen zwischen dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Döbeln-Hainichen und der Gewerkschaft ver.di haben zu einem Ergebnis geführt. Demnach erhalten die Retter und Erzieherinnen innerhalb der kommenden 5 Jahre bis zu 25% mehr Geld. In den Pflegeeinrichtungen des DRK steigen die Einkommen ab dem nächsten Jahr jährlich um 3%. Kürzere Arbeitszeiten, höhere Rufbereitschaftsvergütung und mehr Zusatzurlaub sind weitere vereinbarte Vorteile für Arbeitnehmer. Mit der Einführung eines Krankengeldzuschusses hat sich der Arbeitgeber zu einer wichtigen sozialen und existenzsichernden Komponente verpflichtet, die weit über den gesetzlichen Rahmen der Entgeltfortzahlung hinaus geht.

    Nach einem eher stürmischen ersten Halbjahr 2016 mit Demonstrationen, Streiks und lautem Protest liefen die Gespräche in diesem Jahr ohne große Konflikte ab. Nach insgesamt 5 Verhandlungsrunden verständigten sich DRK und ver.di im Januar auf einen Kompromiss.

    "Diesen Erfolg haben wir uns durch Hartnäckigkeit und Engagement hart erkämpfen müssen", resümiert Daniel Weiderer, Rettungsassistent im Deutschen Roten Kreuz und ver.di-Gewerkschafter, die zurückliegende Tarifrunde. Man habe sich in den aktuellen Verhandlungen mit dem Arbeitgeber seit langem wieder ernstgenommen gefühlt und auf Augenhöhe verhandelt.

    Dennoch wurden nicht alle Erwartungen erfüllt. "Wir hatten für die Einkommen im Jahr 2017 auf mehr Entgegenkommen des Arbeitgebers gehofft." sagt Weiderer und fügt hinzu, das Ziel sei diesmal wichtiger gewesen als der Weg. Insgesamt könne man zufrieden sein.

    Der Tarifvertrag steigere auch die Qualität des Kreisverbandes, meint Andre Urmann, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di. "Die Attraktivität der Arbeitsplätze wird, wenn auch schrittweise, deutlich verbessert." Der Tarifvertrag könne so einen wertvollen Beitrag im Wettbewerb um Fachkräfte leisten.

    Die nächsten Verhandlungen finden voraussichtlich im Jahr 2019 statt.

    Das DRK Döbeln-Hainichen betreibt im Landkreis Mittelsachsen mehrere Rettungsdienste, Kindertagesstätten, Horte, Pflegeheime und Pflegedienste. Der Tarifvertrag mit ver.di gilt für über 600 Beschäftigte des Kreisverbandes.

     

    Für Rückfragen:

    Andre Urmann unter 01 51 / 1 74 98 74 9

     

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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