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    Helios Klinikum Erfurt

    Helios Klinikum Erfurt

    29.03.2021

    Klinikbeschäftigte wehren sich gegen Reallohnkürzungen

    In verschiedenen Städten protestieren Beschäftigte des Klinikbetreibers Helios am Dienstag (30. März 2021) für ein gutes Tarifergebnis. Am Heliosklinikum Erfurt ruft ver.di stellvertretend auch für die Helioskliniken in Bleicherode, Blankenhain und Gotha für 12.30 Uhr zu einer Kundgebung vorm Klinikgelände auf. Hintergrund ist die konfrontative Haltung des Unternehmens in den laufenden Tarifverhandlungen für die rund 21.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten in 34 Krankenhäusern, in denen der Helios-Konzerntarifvertrag gilt. Die Verhandlungen werden am Mittwoch fortgesetzt.

    "Es ist ein Unding, dass Krankenhausbeschäftigte mitten in der Pandemie dafür streiten müssen, dass ihre Leistungen angemessen honoriert werden", sagte der zuständige Gewerkschaftssekretär Hannes Gottschalk. »Alle Welt redet darüber, wie wichtig die Arbeit der Klinikbeschäftigten ist – aber Helios hat das offenbar noch nicht verstanden und verweigert ihnen die Wertschätzung, die sie verdienen." Laut dem vom Unternehmen zuletzt vorgelegten Angebot sollen die Löhne und Gehälter in den ersten fünf Monaten überhaupt nicht und im Juni um nur ein Prozent steigen. "Das bedeutet nichts Anderes als Reallohnverlust", stellte Gottschalk fest. "Schon jetzt fehlt es an allen Ecken und Enden an Personal. Um die dringend benötigten Arbeitskräfte zu gewinnen, müssen sie angemessen bezahlt werden. Das Helios-Angebot ist meilenweit von dem entfernt, was nötig ist."

    Für Empörung sorgt, dass das Unternehmen die tarifliche Vereinbarung zur Pflegezulage gekündigt hat. Bleibt es dabei, könnte sie Pflegekräften bei Neueinstellung oder Vertragsänderung ab Januar 2022 vorenthalten werden. "Während die dritte Welle der Corona-Pandemie auf die Einrichtungen zurollt, stellt Helios Gehaltsbestandteile für Pflegekräfte in Frage – ein fatales Signal", so Hannes Gottschalk. Dabei könne sich die Klinikkette Verbesserungen durchaus leisten, erklärte der Gewerkschafter mit Verweis auf den Vorsteuergewinn von 600 Millionen Euro, den Helios für 2020 bilanzierte. Auch für dieses Jahr erwarte das Unternehmen eine positive Entwicklung. Der Helios-Mutterkonzern Fresenius hat angekündigt, die Dividende zum 28. Mal in Folge zu erhöhen. "Immer mehr Geld für Aktionäre und Lohnkürzungen für die Beschäftigten – solche Praktiken haben im Gesundheitswesen nichts zu suchen", kritisierte Gewerkschaftssekretär Gottschalk. "Wir erwarten am Mittwoch ein deutlich verbessertes Tarifangebot. Dafür machen die Kolleginnen und Kollegen mit dem Aktionstag Druck."

    Bereits vergangene Woche hat die ver.di-Aktivengruppe vom Helios Erfurt eine Beameraktion in der Erfurter Innenstadt durchgeführt und ihre Forderungen in der Stadt prominent sichtbar gemacht. Anbei finden Sie drei Fotos von der Aktion, welche sie gerne verwenden dürfen. Urheber der Fotos ist Hannes Gottschalk.

    Kundgebung: Dienstag 30.03. – 12.30 Uhr vor dem Helios Erfurt (neuer Eingang an der Nordhäuserstraße)

    Bei der Aktion stehen Beschäftigte für Pressegespräche zur Verfügung. Der Termin eignet sich hervorragend zur Bildberichterstattung, auch weil die Beschäftigten ein 10m² großes Transparent vorbereitet haben. Die Kundgebung achtet selbstverständlich auf die aktuellen Corona-Verordnungen und erfolgt unter einem Infektionsschutzkonzept.

    Kontakt:

    Hannes Gottschalk unter 01 51 / 65 85 71 66

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
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