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    Warnstreik bei der Abfallwirtschaft Nordharz-Wernigerode, OT Reddeber

    ver.di bewertet den Streik positiv 24.10.2019

    Keine Reaktion vom Arbeitgeber oder der Politik als Auftraggeber

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bewertet den dreitägigen Warnstreik bei der Abfallwirtschaft Nordharz-Wernigerode durchweg positiv. Kein einziges Entsorgungsfahrzeug hat den Betriebshof verlassen, keine Tour wurde gefahren, keine Tonne geleert.

    "Die Beschäftigten sind dem Warnstreikaufruf in großer Anzahl gefolgt. Sie haben damit ihrer Tarifkommission in den Verhandlungen den Rücken gestärkt und ein deutliches Signal an die Geschäftsführung gesendet", so Dagmar Huhn, Gewerkschaftssekretärin im Bereich Ver- und Entsorgung.

    An allen drei Tagen war ver.di mit Streikposten vor Ort, hat mit den Beschäftigten diskutiert und die weitere Strategie besprochen.

    "Von der Geschäftsführung haben wir noch kein Signal bekommen, ob sie an den Verhandlungstisch zurückkehrt, obwohl wir unsere Bereitschaft dazu schon am ersten Streiktag bekräftigt haben. Auch hätte ich erwartet, dass sich der Landrat Herr Martin Skiebe als Auftraggeber für den kommunalen Entsorgungsauftrag kompromissorientiert einbringt, aber dies ist bisher nicht geschehen", so Verhandlungsführer Marcus Borck.

    Anfang nächster Woche trifft sich die Tarifkommission und wird die weiteren Schritte beschließen.

    Natürlich liegen dabei alle Optionen auf dem Tisch. Die Beschäftigten stehen zusammen. Klar ist, weitere Streiks verantwortet der Arbeitgeber. Die Forderungen der Beschäftigten sind überfällig und in ihrer Höhe gerechtfertigt. Außerdem gibt es das klare Signal zur Kompromissbereitschaft unsererseits. ver.di geht sehr verantwortungsvoll mit dem im Grundgesetz verankerten Streikrecht um. Bei den Vergütungen sind die Kolleg*innen der Abfallwirtschaft Nordharz-Wernigerode das Schlusslicht im Vergleich zu anderen Ab-allwirtschaftsunternehmen - von einem Ost-West-Angleich - oder einem Vergleich mit dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ganz zu schweigen", beschreibt Marcus Borck die Situation.

    Die Forderungen erstrecken sich von einer Erhöhung der Stundenlöhne um 2,50 Euro in den mittleren Vergütungsgruppen, über die Einführung von Überstundenzuschlägen in Höhe von 25 % ab der 40. Stunde, bis hin zu einer Mobilitätsprämie für ver.di Mitglieder in Form von Tankgutscheinen in Höhe von jährlich 100 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen entsprechend angepasst werden.

    Für Rückfragen:

    Dagmar Huhn unter 01 72 / 8 03 91 14

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
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