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    AMEOS Kliniken Sachsen-Anhalt

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    14.11.2019

    AMEOS Kliniken Sachsen-Anhalt

    ver.di und der Marburger Bund streiten gemeinsam für Tarifverträge und bilden Verhandlungsgemeinschaft

    Nach dem Warnstreik der nichtärztlichen Beschäftigten der AMEOS Kliniken Bernburg, Schönebeck, Haldensleben und Aschersleben-Staßfurt am 8. November 2019 schließen sich nun auch die dort angestellten Ärztinnen und Ärzte der Bewegung für Tarifverträge an.

    Mehr als 500 Beschäftigte hatten mit ihrer Teilnahme an der ganztägigen Arbeitsniederlegung demonstriert, dass sie hinter den Forderungen ihrer Gewerkschaft ver.di stehen und den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) zur Anwendung bringen wollen.

    Auch der ärztliche Dienst unterliegt keiner Tarifbindung. Die Einkommens- und Arbeitsbedingungen der Ärztinnen und Ärzte liegen weit hinter den üblichen Regelungen in der Region. Deshalb, so Andrea Huth vom Marburger Bund Sachsen-Anhalt, hat auch ihre Organisation AMEOS zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Bisher hat der Arbeitgeber darauf nicht reagiert.

    „Gemeinsam mit der ver.di werden wir den Druck erhöhen und unsere Mitglieder ebenfalls zu Arbeitskampfmaßnahmen aufrufen“, kündigte Huth an.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft und der Marburger Bund haben in dieser Woche eine Verhandlungsgemeinschaft für die AMEOS-Kliniken in Sachsen-Anhalt gegründet. Gemeinsam wollen sie die tariflose Zeit bei AMEOS beenden und Tarifverträge auf dem Niveau des TVöD – Bereich Krankenhäuser – bzw. des Tarifvertrags für Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern, durchsetzen.

    „Nach dem erfolgreichen Warnstreik gab es bisher noch keine Reaktion vom Arbeitgeber. Sollte dies so bleiben, werden wir die Arbeitskampfmaßnahmen ausdehnen“, kündigt der ver.di Verhandlungsführer Bernd Becker an.“ Gemeinsam und solidarisch treten wir mit dem Marburger Bund für unsere Forderungen ein. Wir werden den Druck erhöhen“.

    „Mit uns wird es keine Spaltung geben“, stellte Becker mit Blick auf die Verhandlungsgemeinschaft mit dem Marburger Bund klar. „Wir erwarten, dass die Arbeitgeber ihr Schweigen brechen und wie alle anderen Akutkliniken in Sachsen-Anhalt Tarifverträge mit uns abschließen. Die Beschäftigten im ärztlichen und nichtärztlichen Dienst leisten zusammen wichtige Arbeit für die Menschen in der Region. Sie haben einen Anspruch auf einen guten Tarifvertrag“, so Huth und Becker abschließend.

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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