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    ÖPNV-Tarifkonflikt

    ÖPNV-Tarifkonflikt

    25.09.2020

    ÖPNV-Tarifkonflikt

    ver.di macht Druck gegen die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber - Warnstreik am Dienstag, dem 29. September 2020

    Im bundesweiten Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Dienstag, dem 29. September 2020, den Druck auf die Arbeitgeber mit einem bundesweiten Warnstreik erhöhen, da sich die Arbeitgeber gegen die Aufnahme von Tarifverhandlungen ausgesprochen haben. Auch in Sachsen-Anhalt wird es dabei zu Arbeitskampfmaßnahmen kommen.

    ver.di fordert in dem Tarifkonflikt für bundesweit 87.000 Beschäftigte einheitliche Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung, Entlastung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. Darüber hinaus soll die Ungleichbehandlung in den Bundesländern beendet und zentrale Regelungen wie 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen künftig bundesweit vereinheitlicht werden. Mit einer Forderung für Auszubildende sollen Anreize zum Einstieg in den Beruf und zur Nachwuchsförderung geschaffen werden. Seit März fordert die Gewerkschaft hierzu die Verhandlung eines bundesweiten Rahmentarifvertrages. Am Wochenende hatte sich die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) gegen die Aufnahme von Verhandlungen ausgesprochen.

    Der ÖPNV braucht dringend einheitliche Regelungen zur Entlastung für die Beschäftigten, sonst kann die Verkehrswende angesichts des Fachkräftemangels nicht gelingen. Seit März kennen die Arbeitgeber unsere Forderungen, seit Juli warten wir auf eine Antwort. Nun teilen Sie mit, dass sie die Chance, bundesweit für Entlastung zu sorgen, nicht ergreifen. Der Warnstreik ist ein entschlossener Weckruf an die Arbeitgeber, an den Verhandlungstisch zu kommen. Nicht nur die Beschäftigten auch die Fahrgäste profitieren von ausgeruhten und gesunden Fahrerinnen und Fahrern. Die Arbeitgeber haben mit ihrer Verweigerungshaltung den Streik provoziert. Wir hoffen, dass sie das Signal verstehen und baldmöglichst in Verhandlungen eintreten werden.

    Neben den bundesweiten Forderungen werden in Sachsen-Anhalt unter anderem Verhandlungen zur Erhöhung der Stundenlöhne und -gehälter um 1,50 Euro, einer Festschreibung von mindestens 26 freien Wochenenden im Jahr und der Angleichung der Auszubildendenvergütung an die im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes festgeschriebenen Vergütungen für Auszubildende.

    Für den 29.09.2020 sind mit Beginn der Frühschichten in den jeweiligen Betriebshöfen die Beschäftigten der nachfolgend genannten Unternehmen zum Warnstreik aufgerufen:

    Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH (MVB)

    Für Rückfragen: Andreas Reichstein, Gewerkschaftssekretär, unter der 0151 / 62 45 89 22

    Hallesche Verkehrs AG (HAVAG)

    Dessauer Verkehrsgesellschaft mbH (DVG)

    Für Rückfragen: Simona König, Gewerkschaftssekretärin, unter der 0151 / 54 42 84 78

    Personenverkehrsgesellschaft mbH Burgenlandkreis (PVG)

    Für Rückfragen: Paul Schmidt, Gewerkschaftssekretär, unter der 0171 / 220 62 94

     

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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