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    Thüringen-Kliniken „Georgius Agricola“ Saalfeld, Rudolstadt und …

    Thüringen-Kliniken „Georgius Agricola“ Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck

    25.10.2019

    Arbeitgeber überträgt unternehmerische Verantwortung auf die Beschäftigten

    Im Rahmen einer schriftlichen Befragung, die der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) vorliegt, sollen sich die Beschäftigten der Thüringen-Kliniken „Georgius Agricola“ entscheiden, ob sie an den Forderungen ihrer Gewerkschaft festhalten und sich damit für eine Ausgliederung der nicht pflegerischen Bereiche entscheiden, oder ob sie davon abweichen und das Angebot des Arbeitgebers von 3 % Erhöhung in 2019 und 3,66 % in 2020 annehmen.

    "Hier fehlen mir die Worte. Nicht nur, dass man die unternehmerische Entscheidung auf die Beschäftigten verlagert, nein, man will die Belegschaft gezielt spalten. Die berechtigte Forderung nach Angleichung der Vergütung wird von dem Schicksal einer anderen Beschäftigungsgruppe abhängig gemacht. Wenn es um Investitionen geht oder sonstige Entscheidungen, fragt man die Beschäftigten allerdings nicht", erläutert Philipp Motzke, zuständiger Gewerkschaftssekretär von ver.di.

    Mit der Befragung geht die Arbeitgeberseite zu weit und greift in die Tarifautonomie ein.

    "ver.di verhandelt für und im Auftrag seiner Mitglieder. Die Befragung wird keinen Einfluss auf unsere Verhandlungen haben. Darüber hinaus werden wir die Beschäftigten, die von einer Ausgliederung bedroht sind, nicht im Stich lassen", so Motzke weiter.

    "Auch vom Aufsichtsrat, vor allem wenn der Vorsitzende gleichzeitig der Landrat ist, erwarten wir, dass solche Verfahren unterbunden werden", sagt Motzke abschließend.

    Für Rückfragen:

    Philipp Motzke unter 01 51 / 23 85 54 79

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
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