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    Petitionsübergabe Universitätsklinikum Jena

    Petitionsübergabe Universitätsklinikum Jena

    04.07.2019

    Die Mehrheit der Pflegekräfte am Uniklinikum Jena fordert einen Tarifvertrag Entlastung noch vor den Landtagswahlen.

    Beschäftigte übergeben Petition an Regierungsfraktion, Klinikvorstand und Minister Tiefensee.

    Gestern haben Beschäftigte vom Universitätsklinikum Jena um 11 Uhr den Regierungsfraktionen am Landtag in Erfurt die Petition „Jenas letzte Gefährdungsanzeige“ überreicht. Im Anschluss fuhren die Beschäftigten nach Jena und überreichten dort mit vielen weiteren Beschäftigten die Mehrheitspetition dem Klinikvorstand und dem zuständigen Minister Wolfgang Tiefensee (SPD).

    In der Petition fordern die Beschäftigten einen Tarifvertrag Entlastung noch vor den Landtagswahlen. Die Petition wurde von 1.307 Beschäftigten unterzeichnet. Mit 1.048 Unterschriften unterzeichnete die große Mehrheit der Pflegekräfte des UKJs die Petition. Außerdem schlossen sich über 200 Beschäftigte aus der Küche, dem Patiententransport, der Cafeteria und weiteren nicht-pflegerischen Bereichen der Forderung nach Entlastung an. Auch zahlreiche Auszubildende sind unter den Unterzeichnern.

    „Wir laufen seit Jahren am Limit. Wir sehen sowohl die Klinikumleitung, als auch die Regierung in der Verantwortung zu handeln. Eine gute Patientenversorgung kann nur durch ein gutes Pflegekraft-Patienten Verhältnis gewährleistet werden“, sagt Christoph Feetz, Gesundheits- und Krankenpfleger am UKJ. 

    Sie machten bei der Übergabe deutlich, dass nun eine Frist von 100 Tagen beginnt. Diese Frist endet 2 Wochen vor den Landtagswahlen.

    „Wenn bis dahin kein zufriedenstellender Tarifvertrag Entlastung abgeschlossen ist, wollen die Kolleg*innen, dass weitere gewerkschaftliche Maßnahmen eingeleitet werden“, erläutert Philipp Motzke, zuständiger Gewerkschaftssekretär von ver.di für das UKJ.

    Bereits am Montag wurde die Klinikumleitung zu Tarifverhandlungen aufgefordert.

    Auf die Sorge der Klinikleitung, ein Tarifvertrag würde zu „roten Zahlen“ führen, erwidert Susanne Kipping, Gesundheits- und Krankenpflegerin am UKJ, „Es kann nicht sein, dass es bei der Gesundheitsversorgung nur um Geld und Zahlen geht. Statt um Profite, sollte es doch um die bestmögliche Versorgung der Menschen gehen, die jeden Tag zu uns kommen. Dafür setzen wir uns ein.“

    Für den Inhalt verantwortlich: Philipp Motzke, Gewerkschaftssekretär, Tel. 0151/ 23 85 54 79  

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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