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    Drei Länder - ein Thema: Entlastung jetzt!

    Drei Länder - ein Thema: Entlastung jetzt!

    15.08.2016

    Auftaktveranstaltung am 17. August 2016 in Leipzig

    Die Arbeit im Krankenhaus darf nicht krank machen und die Beschäftigten müssen dringend entlastet werden. Während auf politischer Ebene noch Absichtserklärungen verabschiedet werden, erfolgen täglich weitere Einsparungen in den Einrichtungen. Gespart wird überall -  besonders beim Personal.

    "Diese Situation ist für die Kolleginnen und Kollegen nicht mehr erträglich. Da sich die Politik und die Arbeitgeber ihrer Verantwortung entziehen, werden wir uns mit den Kolleginnen und Kollegen auf den Weg machen, um mit gewerkschaftlichen Mitteln für Entlastung zu sorgen", so Bernd Becker, Landesbezirksfachbereichsleiter für den Bereich Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen.

    "Wir setzen uns für eine gesetzliche Personalbemessung ein, fordern mehr Personal in den Krankenhäusern und mehr Gesundheitsschutz. Der Abschluss eines Tarifvertrages zum Gesundheitsschutz und zur Entlastung in den Krankenhäusern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird angestrebt und erscheint umsetzbar".

    Auf die Frage, wie ein Tarifvertrag für Entlastung sorgen könne, verweist Bernd Becker auf den Tariferfolg der Charité. Die Beschäftigten hätten dort den Beweis erbracht, dass tarifliche Entlastung funktioniert. Jetzt käme es darauf an, die Ergebnisse der Berliner weiterzuentwickeln – auch und gerade hier in Mitteldeutschland. Dabei gehe es nicht darum, dass sich Beschäftigte mit mehr Geld ihre Gesundheit abkaufen lassen, sondern vor allem um tarifliche Regelungen für personelle Mindestbesetzungen, Gesundheitsschutz und  verlässliche Dienstpläne.

    Bundesweit fehlen 162.000 Stellen in Krankenhäusern. Beim ver.di Personalcheck 2013 wurde bereits festgestellt, dass in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rund 10.000 Stellen in den Krankenhäusern fehlen, um eine gute Versorgung zu gewährleisten.  Mit Stichtag 31. März 2016 schieben Beschäftigte der Krankenhäuser  in der mitteldeutschen Region insgesamt 3,9 Millionen Überstunden vor sich her. Alleine um diese innerhalb eines Jahres abzubauen und zukünftig keine neuen aufzubauen, bräuchten wir in unseren Krankenhäusern 1.900 Stellen. Bei einem Nachtdienstcheck 2015 stellten wir fest, dass bei 55% der besuchten Abteilungen eine Fachkraft oft allein auf Stationen und Wohnbereichen arbeitet.

    Vor diesem Hintergrund treffen sich am 17.08.2016 mehr als 70 Beschäftigte, die in Tarifkommissionen und Interessenvertretungen der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen arbeiten, um das Thema zu diskutieren und die weiteren Schritte hin zum Abschluss eines Tarifvertrages zu vereinbaren.

    Termin: 17.08.2016

    Beginn: 10:00 Uhr

    Ort: Ramada Hotel Leipzig-Paunsdorf, Schongauer-Str. 39

     

    In der Zeit von 13:00 – 14:00 Uhr besteht die Möglichkeit, Bild- und Tonaufnahmen der Teilnehmen zu bekommen.

    Das Eingangsreferat wird von Sylvia Bühler, Mitglied des ver.di Bundesvorstandes, gehalten.

     

    Für Rückfragen:

    Bernd Becker, ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiter, unter der 01 75 / 4 32 45 30

    Vor Ort am 17.08.2016 wird Viola Doktor-Wolf als Ansprechpartnerin fungieren.

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
    Karl-Liebknecht-Str. 30-32
    04107 Leipzig
    Tel. 0341/52901 110
    Fax 0341/52901 510
    eMail: Lbz.sat@verdi.de
    Internet: www.sat.verdi.de