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    Warnstreik im Medizinischen Versorgungszentrum Friedrichroda

    Warnstreik im Medizinischen Versorgungszentrum Friedrichroda

    25.04.2016

    Die Beschäftigten des Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Waltershausen-Friedrichroda kämpfen seit Monaten für bessere Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft ver.di hatte den Arbeitgeber bereits im November des vorigen Jahres zu Tarifverhandlungen aufgefordert.

    Der Arbeitgeber lehnt einen Tarifvertrag für die Beschäftigten des MVZ ab. Nach seiner Auffassung ist das MVZ in einer wirtschaftlich fragilen Situation, welcher keinen Spielraum für Tarifvereinbarungen ermöglicht.

    Eine nochmalige Fristsetzung der Gewerkschaft bis Mitte März beantwortete der Arbeitgeber wiederum mit einer Absage.

    In dieser Zeit bot er den Beschäftigten bessere arbeitsvertragliche Änderungen an mit der Bedingung, bei Annahme der Änderung auf Streik zu verzichten. Darauf gingen die Mitglieder nicht ein.

    Die Beschäftigten des MVZ wollen tariflich so behandelt werden  wie ihre Kolleginnen und Kollegen im Krankenhaus.

    "Es ist an der Zeit, die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Kolleginnen und Kollegen im MVZ an die der Krankenhausbeschäftigten anzupassen. Es ist nicht zu akzeptieren, dass sie gemeinsam in einem Haus arbeiten und unterschiedlich bezahlt werden." so die vor Ort zuständige Gewerkschaftssekretärin Petra Schröder.

    Aktuell werden die Einkommens- und Arbeitsbedingungen über individuelle Arbeitsverträge geregelt. Dabei sind die Stundenlöhne  bis zu 30 % unter dem vergleichbaren Stundenlohn der Arzthelferin im Krankenhaus.

     

    Deshalb findet am Mittwoch, 27.April 2016 der erste Warnstreik statt. Die Beschäftigten legen ab 7:30 Uhr die Arbeit nieder. Bei unveränderter Haltung des Arbeitgebers werden weitere Tage der Arbeitsniederlegung folgen.

    Zur Information: Die SRH MVZ Waltershausen-Friedrichroda GmbH ist eine Tochtergesellschaft der SRH Krankenhaus Waltershausen – Friedrichroda GmbH. Das MVZ stellt die ambulante Versorgung in den Fachrichtungen Chirurgie, Gynäkologie, Pneumologie, Kardiologie und Kinder-und Jugendmedizin sicher. Betroffen sind 22 nichtärztliche Beschäftigte. Die SRH-Gruppe (Stiftung Rehabilitation Heidelberg) betreibt auf dem Gesundheitssektor 10 Akutkliniken, 3 Reha-Einrichtungen und den Krankenhäusern angeschlossene Medizinische Versorgungszentren.

     

    Für Rückfragen:

    Bernd Becker, ver.di Verhandlungsführung, unter  01 75 / 43 24 53 0.

    Petra Schröder, zuständig vor Ort, unter 01 60 / 97 25 55 36.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
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