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    Klinikum Burgenlandkreis gGmbH

    Klinikum Burgenlandkreis gGmbH

    26.03.2019

    Schwierige Tarifverhandlungen am Klinikum Burgenlandkreis gGmbH

    Ausgesprochen schwierig gestaltete sich am 25.03.2019 der Auftakt der Tarifverhandlungen für die ca. 1200 Beschäftigten des Klinikum Burgenlandkreis.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di beklagt den Abstand von ca. 15 % zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD), den es aufzuholen gelte.

    Die Geschäftsführung hält dagegen, dass im Jahr 2018 ein deutliches Defizit eingefahren wurde und daher kein Verhandlungsspielraum vorhanden sei. Der Geschäftsführer bot eine Entgeltsteigerung von 2 % an.

    Ver.di-Verhandlungsführer Jens Berek ist enttäuscht: „2 % ist deutlich zu wenig und vergrößert den Abstand zum TVöD noch mehr. Für eine Pflegekraft mit Fachweiterbildung bedeuten die zurzeit 15 % Abstand zum TVöD ca. 500 Euro im Monat weniger. Wer kann sich schon einen Einkommensverlust von 6000 Euro im Jahr leisten?

    „Kein Wunder, dass niemand mehr im Klinikum anfangen will.“ Angesichts der Zeiten mangelnder Fachkräfte könne sich das Klinikum solche Niedriglöhne nicht leisten. Ver.di verlangt eine wenigstens teilweise Angleichung an den TVöD, ansonsten sei keine Einigung möglich.

    Berek dazu: „Sollte sich die Geschäftsführung nicht bewegen, kann ich mir auch Arbeitskampfmaßnahmen am Klinikum Burgenlandkreis vorstellen.“ Die Tarifkommission zeige sich bereits kampfbereit.

    Die Verhandlungen werden am 15.04.2019 fortgesetzt.

    Für Rückfragen:

    Jens Berek, Fachbereich Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen, unter 01 72 / 8 03 91 17 oder jens.berek@verdi.de