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    Kreiskrankenhaus Schleiz

    Kreiskrankenhaus Schleiz

    17.09.2020

    Kreiskrankenhaus Schleiz

    Umwandlung Haus C in eine Pflegeeinrichtung

    Nach einem ersten Kontakt mit dem neuen Betreiber des Pflegeheimes, der Wohnbetriebsgesellschaft mbH (WBG), befürchten die Beschäftigten Eingriffe in ihre Arbeitsbedingungen.

    „Voraussichtlich wird die WBG mit Beginn des kommenden Jahres das Pflegeheim leiten. Eine Nachfrage zu den dann praktizierten Arbeitsbedingungen mündete in dem Verweis auf die Arbeitsvertragsrichtlinien des Arbeitgeberverbandes des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (BPA), an die man sich anlehnen wolle“, sagt Philipp Motzke, zuständiger Gewerkschaftssekretär für den Bereich Gesundheit und Soziales in Thüringen.

    „Das ist ein Tarif-Bluff vom privaten Arbeitgeberverband. Aufgebaut wie ein Tarifvertrag, aber einseitig vom Verband entwickelt und nach unserer Kenntnis auch nicht mit einer der uns bekannten und zuständigen Gewerkschaften abgeschlossen – demzufolge für seine Mitglieder und auch für die Beschäftigten völlig unverbindlich.“

    Die Thüringer Entgelte liegen im Durchschnitt bei 75 % im Vergleich zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, unentgeltliche Mehrarbeit bis zu 130 Stunden pro Jahr sei nicht ungewöhnlich.

    „Es wird kein Betriebsübergang stattfinden, somit verlieren die Beschäftigten möglicherweise langjährig erworbene Ansprüche aus ihrem Arbeitsrechtsverhältnis. Das Schaffen von Fakten und der damit einhergehenden Schaffung von vollendeten Tatsachen ist einer kommunal geführten Einrichtung nicht würdig. Wir können aktuell nicht empfehlen, sich bei der WBG zu bewerben. Erst sollten die Rahmenbedingungen vollends geklärt sein“, empört sich Motzke.

    Die Tarifkommission des Kreiskrankenhauses Schleiz wartet bisher vergebens auf eine Antwort zur Aufnahme von Tarifverhandlungen. Weitere Schritte werden in den nächsten Tagen beraten, um Klarheit zu den aufgelaufenen Fragen zu bekommen.

    Für Rückfragen: Philipp Motzke unter der 0151 / 23 85 54 79

     

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
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