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    DRK Sachsen-Anhalt

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    26.02.2018

    ver.di Tarifkonferenz beschließt gemeinsames Ziel für die Beschäftigten

    Am 22. Februar 2018 fand die erste gemeinsame Tarifkonferenz mit Kolleginnen und Kollegen aus Kreisverbänden des Deutschen Roten Kreuzes Sachsen-Anhalt statt. Vertreter_innen aus den Bereichen Rettungsdienst, Pflege und Kindertagesstätten sind sich einig. In Zukunft soll auch in Sachsen - Anhalt der bundesweite Reformtarifvertrag des Deutschen Roten Kreuzes Anwendung finden.

    "Das Deutsche Rote Kreuz stellt in seinen Werten den Menschen in den Mittelpunkt, das ist richtig und gut, dies muss aber auch für die Beschäftigten gelten" so Bernd Becker ver.di Landesfachbereichsleiter Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen. "Die Beschäftigten in Sachsen-Anhalt machen im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge einen super Job. Sie haben genauso einen Anspruch auf den DRK Flächentarifvertrag wie die Kolleginnen und Kollegen in anderen Bundesländern", so Becker weiter.

    Der ver.di Verhandlungsführer Frank Hutmacher, der den Reformtarifvertrag des Deutschen Roten Kreuzes auf Bundesebene verhandelt, kann nicht akzeptieren, dass es nach fast 30 Jahren immer noch einen Unterschied von 20 % bei den Arbeits- und Einkommensbedingungen gibt. "Was unterscheidet einen Notfallsanitäter, eine Altenpflegerin oder eine Erzieherin in Sachsen-Anhalt von unseren Kolleginnen und Kollegen in Hessen, im Saarland, in Brandenburg etc." so Frank Hutmacher.

    "Ich fordere alle Arbeitgeber des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen-Anhalt auf, Mitglied der Bundestariftarifgemeinschaft zu werden", erklärte Frank Hutmacher abschließend.

    Seit dem Austritt aus dem Flächentarifvertrag im Jahre 2002 ist die Tariflandschaft beim Deutschen Roten Kreuz in Sachsen-Anhalt zersplittert. Die Folgen der Tarifflucht sind für die Kolleginnen und Kollegen seit Jahren spürbar. Der Wettbewerb in der öffentlichen Daseinsvorsorge geht zu Lasten der Beschäftigten. Im Bereich des Rettungsdienstes hat man den Kolleginnen und Kollegen jahrelang erklärt, höhere Einkommen werden dazu führen, dass man Ausschreibungen verlieren würde und somit Arbeitsplätze verloren gingen. Auch in der Altenpflege hat man die Beschäftigten immer mit der Kostendiskussion unter Druck gesetzt. Erzieherinnen und Erziehern wird erklärt, wenn sie genauso viel verdienen, wie die Kolleginnen und Kollegen von Kommunalen Einrichtungen, dann würden die Kommunen sich preiswertere Anbieter suchen.

    Dies führte über die letzten 15 Jahre dazu, dass die Schere zum Flächentarifvertrag des Deutschen Roten Kreuzes immer weiter auseinanderging. Unterschiede in den Einkommens- und Arbeitsbedingungen von 20 % sind keine Seltenheit. Die Vertreterinnen und Vertreter aus den ver.di Tarifkommissionen des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen-Anhalt werden sich diese Art von Tarifpolitik nicht mehr gefallen lassen. Sie wollen gemeinsam mit allen Beschäftigten dafür kämpfen, dass auch in Sachsen-Anhalt der Reformtarifvertrag des Deutschen Roten Kreuzes Anwendung findet.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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