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    Tarifverhandlungen am Fachkrankenhaus Hildburghausen

    Tarifverhandlungen am Fachkrankenhaus Hildburghausen

    16.03.2017

    Für die 650 Beschäftigten soll ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen werden

    Der noch gültige Vergütungstarifvertrag wurde fristgerecht zum 31.10.2016 gekündigt, um den Weg für Verhandlungen frei zu machen.

    Das von der ver.di-Tarifkommission aufgestellte Forderungsvolumen umfasst Gehaltserhöhungen von bis zu 14% für die unteren Vergütungsgruppen. Die höheren Vergütungsgruppen sollen sich mit einer Anhebung von 10% im Tarifabschluss wieder finden. Im angestrebten Tarifergebnissen sollen die Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege, in der Kinderkrankenpflege und in der Entbindungspflege monatliche Erhöhungen über die drei Ausbildungsjahre von 100 EUR über 130 EUR bis 170 EUR im dritten Jahr erhalten. Bei einer vierjährigen Ausbildungsdauer sollen im letzten Jahr noch einmal 50 EUR hinzu kommen.

    Das Angebot der Arbeitgeberseite liegt weit hinter den Forderungen zurück. Prozentuale Schritte bis zu 6%, verteilt auf 24 Monate für die Beschäftigten in den jeweiligen Vergütungsgruppen und die Anhebung der Vergütungen für die Auszubildenden in einer Spanne von 25 bis 40 EUR entspricht nicht annähernd den Forderungen.

    Für die Tarifkommission ist das Angebot völlig unzureichend und stellt auch keine Verhandlungsbasis dar. "Mit diesem Angebot würde sich die Schere zum Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) nur unwesentlich schließen", so Bernd Becker, ver.di-Verhandlungsführer. "Das heißt, im Jahre 2018 wären wir weiterhin bei durchschnittlich 90% vom TVöD – anders gesagt, nach 30 Jahren deutscher Wiedervereinigung ist noch immer keine Angleichung in Sicht", resümiert Becker.

    Nachdem Beschäftigte des Fachkrankenhauses bereits am gestrigen Mittwoch ihren Unmut über das Arbeitgeberangebot zum Ausdruck gebracht haben, sollen sukzessive weitere Aktionen durchgeführt werden. Ziel sei es, bis zur nächsten Verhandlung am 15. Mai mehr und mehr Mitarbeiter/Innen in die Aktivitäten einzubinden.

    Für Rückfragen:

    Monika Bartölke, zuständige Gewerkschaftssekretärin, unter 01 60 / 97 83 15 5

     

     

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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