Pressemitteilungen

    Tarifverhandlungen Öffentlicher Dienst der Länder

    Tarifverhandlungen Öffentlicher Dienst der Länder

    01.02.2017

    Zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

    Nach der erfolglosen Verhandlung am 30./31.01.2017 sind die ver.di-Mitglieder in ausgewählten Landesdienststellen in der Thüringer Region zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

    "Da es weder ein Angebot noch eine erkennbare Bewegung auf der Arbeitgeberseite gab, müssen wir die Beschäftigten aufrufen, sich einzumischen", so die Einschätzung der ver.di-Bezirksgeschäftsführerin für den Bezirk Thüringen, Corinna Hersel. "Offensichtlich ist von einer konstruktiven Verhandlungsführung, die auch auf Arbeitgeberseite angekündigt war, nichts zu spüren".

    Entgegen der heutigen Veröffentlichungen werden die Beschäftigten spontan für den 02.02.2017 zu Warnstreiks aufgerufen.

    "Im Rahmen von Tarifverhandlungen muss man auch in der Lage sein, vorangegangene Planungen zu modifizieren", so die Gewerkschafterin.

    In Erfurt werden die Beschäftigten der ansässigen Ministerien, der Fachhochschule sowie der Universität ab 14:00 Uhr auf dem Fischmarkt eine Kundgebung abhalten und im Anschluss daran zur Staatskanzlei demonstrieren.

    In Bad Langensalza sind die Beschäftigten des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz in der Zeit von 12:00 bis 13:30 Uhr zu einer Kundgebung vor der Dienststelle in der Tennestedter-Str. 8 aufgerufen.

    Neben einer deutlichen Einkommenserhöhung und strukturellen Verbesserungen, einer sozialen Komponente und der Übernahme von Auszubildenden ist der tarifliche Ausschluss sachgrundloser Befristungen Ziel der Gewerkschaften.

    Vor dem Hintergrund des Anstiegs der Steuereinnahmen um 4,8 Prozent in 2016 sowie prognostizierte 2,6 Prozent in 2017 und 3,8 Prozent in 2018 bestehen ausreichend Spielräume für diese Forderungen.

    ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden im öffentlichen Dienst der Länder Verbesserungen im Gesamtvolumen von 6 Prozent. Dies beinhaltet eine soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Dabei soll die Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder sowie der Erzieherinnen und Erzieher bei den an den TVL gebundenen Studentenwerken und den Beschäftigten in der Pflege an die der Kommunen angeglichen werden. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 90 Euro, mehr Urlaub und die Übernahme nach der Ausbildung. Zudem sollen die schulischen Ausbildungsgänge, z.B. in den Gesundheitsberufen, in die Tarifverträge einbezogen werden. Darüber hinaus fordert ver.di den Ausschluss sachgrundloser Befristungen im öffentlichen Dienst.

     

    Für Rückfragen zu den regionalen Aktivitäten wenden Sie sich bitte an:

    Corinna Hersel, Bezirksgeschäfstführerin ver.di-Bezirk Thüringen, unter der 01 60 / 96 38 08 14

    Astrid Striehn, stellv. Bezirksgeschäftsführerin ver.di-Bezirk Thüringen, unter der 01 75 / 2 27 93 70

    Weitere Ansprechpartner sind die zuständigen ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiter Werner Theiß (01 70 / 5 72 77 17) und Olaf Broszeit (01 51 / 16 75 97 56)

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
    Karl-Liebknecht-Str. 30-32
    04107 Leipzig
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