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    Kein Licht am Horizont bei den Tarifverhandlungen

    Kein Licht am Horizont bei den Tarifverhandlungen

    27.10.2015

    Tarifverhandlungen beim DRK Kreisverband Bautzen e.V.

    Seit einem Jahr sitzen Arbeitgeber und ver.di nun am Verhandlungstisch. Bei der Vergütung kommen wir keinen Schritt weiter. Die aktuellen Einkommen liegen deutlich hinter den allgemeinen Lohnentwicklungen in Deutschland. Während die Grundlöhne in Deutschland in den letzten 15 Jahren im Durchschnitt um 20% gestiegen sind, sind sie beim DRK Bautzen gerade mal um 7% angehoben worden. Dieser Steigerung steht eine Inflationsrate von 21% seit 2002 gegenüber. Auch im Vergleich zu den bundesweiten Einkommen sieht es nicht besser aus. Im Jahr 2002 betrug die Ost-West-Angleichung 90%. Heute liegen wir mittlerweile wieder 40% hinter den Einkommen vergleichbarer Berufsgruppen. "Es ist nicht mehr vertretbar, dass nach 25 Jahren der Wiedervereinigung des DRKs die Beschäftigten berufsgruppenübergreifend durchschnittlich 700,00€, bei gleicher Leistung, weniger verdienen", so das Fazit von Bernd Becker, ver.di-Verhandlungsführer.

    Das aktuelle Angebot des Arbeitgebers für 2015 und 2016 würde die Situation nicht verbessern, sondern eher verschärfen. Ein Stufenplan zur Angleichung über einen Zeitraum von 5 Jahren wird von der Arbeitgeberseite abgelehnt. Gleichzeitig hat der Arbeitgeber die bisher gefunden Kompromisse im Bereich des Mantel- und Eingruppierungstarifvertrages zurückgezogen.

    "Wir drehen uns im Kreis. Jetzt ist es an der Zeit, ein deutliches Zeichen zu setzen" so Becker weiter.

    Wir rufen die Beschäftigten des DRK Kreisverbandes Bautzen e.V. am 28. Oktober 2015 zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration unter dem Motto “Kein Licht am Horizont bei den Tarifverhandlungen“ auf. Die Kundgebung beginnt um 18:30 Uhr auf dem Hauptmarkt in Bautzen.

    Für Rückfragen: Bernd Becker, Verhandlungsführer der ver.di, unter  01 75 / 43 24 53 0.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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