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    Warnstreik im Median Klinikum Flechtingen

    Warnstreik im Median Klinikum Flechtingen

    13.09.2016

    ver.di fordert Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen auf  - Beschäftigte protestieren vor der Konzernzentrale in Berlin

    Mit einem Warnstreik in mehreren Einrichtungen des Reha-Konzerns Median, darunter auch im Klinikum Flechtingen, kämpfen die Beschäftigten für die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeber. Um die Forderung zu unterstützen, reisen zudem auch Streikende aus Flechtingen am Mittwoch (14. September 2016) zu einer zentralen Protestkundgebung am Sitz des Konzerns nach Berlin, zu dem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) aufruft. "Die Beschäftigten wollen sich Tarifflucht und Rechtsbruch nicht länger bieten lassen", sagt ver.di-Gewerkschaftssekretär Jens Berek.

    Der Warnstreik findet am 14.09.2016 in der Zeit von 6:00 - 18:00 Uhr  statt.

    Median hat den bis dato gültigen Manteltarifvertrag gekündigt und gegenüber ver.di im Frühjahr erklärt, keine Tarifverträge mehr abschließen zu wollen. Nun übt der Konzern auf Betriebsräte massiv Druck aus, die Einkommen nicht mehr über Tarifverträge, sondern über örtliche Betriebsvereinbarungen zu regeln. Nur ein Teil der Berufsgruppen erhält nach diesen Vereinbarungen mehr Lohn. Zudem werde Beschäftigten mit Sanktionen gedroht, wenn sie den Abschluss von Vereinbarungen mit der Geschäftsführung kritisierten.

    "Die Belegschaft lässt sich vom Arbeitgeber nicht spalten", betont Jens Berek. "Mit seiner Verweigerungshaltung provoziert der Arbeitgeber eine massive Verschärfung des Tarifkonflikts."

    ver.di fordert neben der Aufnahme von Tarifverhandlungen eine Erhöhung der Entgelte und Zuschläge um 8 Prozent. Daneben sollen die Zulagen für Schicht- und Wechselschichtarbeit, sowie die Zulage für Beschäftigte in der Frührehabilitation Phase B tarifiert werden. Die Tarifvereinbarung soll rückwirkend vom 1. April 2016 zwölf Monate laufen.

    Von den Warnstreiks ist das Tarifgebiet Median Ost mit etwa 2.700 Beschäftigten betroffen. Insgesamt beschäftigt der Reha-Konzern bundesweit gut 15.000 Beschäftigte. Seit dem Einstieg der Investment-Gesellschaft Waterland bei Median beobachtet ver.di einen zunehmend rabiaten Umgang des Konzerns mit Betriebsräten, Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft.

     

    Für Rückfragen:

    Jens Berek, zuständiger Gewerkschaftssekretär, unter 0391/ 28 88 88 36, Mobil 0172/ 8 03 91 17

     

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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