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    Helios Herzzentrum Leipzig

    Helios Herzzentrum Leipzig

    12.01.2019

    Tarifverhandlungen ohne Ergebnis abgebrochen – Zeichen stehen auf Streik

    Auch nach der dritten Verhandlungsrunde konnte am Herzzentrum Leipzig kein Tarifergebnis erzielt werden.

    "Wir drehen uns nur im Kreis", resümiert Bernd Becker, ver.di Landesfachbereichsleiter und Verhandlungsführer. "Alle Arbeitgeberangebote liegen weit unter unserer Forderung und stellen in der Struktur schon keine Verhandlungsbasis dar."

    Die Tarifkommission fordert für die mehr als 500 ver.di Mitglieder, für 2018 und 2019 eine Lohnsteigerung von insgesamt 10 %. Die aktuellen Einkommen liegen im Durchschnitt bei 90 % des Tarifniveaus im öffentlichen Dienst (TVöD). Eine Pflegefachkraft mit Fachweiterbildung verdient im Monat ca. 400 € weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen, die auf der Basis des Tarifvertrages bezahlt werden.

    Die Arbeitgeber haben zuletzt folgendes Angebot unterbreitet:

    2018 – 0 %, 2019 – 5 % und 2020 nochmal eine Erhöhung von 2 %. Für die Pflegekräfte wurde darüber hinaus ab 2019 eine Pflegezulage von monatlich 145 € angeboten.

    "Berücksichtigt man die bereits verhandelten Tarifergebnisse Im Bereich des TVöD, würden wir mit dem Angebot in 2020 weiterhin 10 % unter dem TVöD liegen. Daran ändert sich auch nichts mit der Pflegezulage, wie die Arbeitgeber gerne behaupten. Es gibt bereits im Bereich unseres Referenztarifvertrages Zulagen, die in Summe die angebotene Pflegezulage ergeben."

    "Das Angebot bringt uns keinen Schritt weiter. Am Ende der Laufzeit liegen wir wieder 10% hinter unserem Ziel, die Löhne endlich nach 30 Jahren an das Westniveau anzugleichen", erklärt Becker. "Unverständlich und völlig unakzeptabel ist, dass es für 2018 eine Nullrunde geben soll und die Laufzeit des Gesamtpaketes über 30 Monate betragen soll."

    Alle Vorschläge der ver.di Tarifkommission wurden von der Arbeitgeberseite abgelehnt. Die Forderungen und die Kompromissvorschläge seien nicht darstellbar. Dabei war die Arbeitgeberseite nicht bereit, uns die wirtschaftlichen Auswirkungen unserer Forderungen darzulegen.

    "Wenn man behauptet, das Forderungen nicht darstellbar sind, sollten man das auch beweisen. Diesen Beweis blieben die Arbeitgeber schuldig. Daher gehen wir davon aus, dass die wirtschaftliche Situation, so wie in den letzten Jahren, sehr gut ist und unsere Forderungen realisierbar sind", macht Becker deutlich.

    "Die Tarifkommission hat Warnstreiks beschlossen, welche nunmehr vorbereitet werden – eine andere Wahl lässt uns die andere Seite nicht."

    Für Rückfragen:

    Bernd Becker unter 0175 / 4 32 45 30

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
    Karl-Liebknecht-Str. 30-32
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