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    Arbeiterwohlfahrt (AWO) Auerbach (Vogtland)

    Arbeiterwohlfahrt (AWO) Auerbach (Vogtland)

    01.03.2019

    ver.di und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Auerbach (Vogtland) setzen ein starkes Signal - Tarifergebnis erreicht, Einkommenszuwachs von gut 30 Prozent

    Am 28. Februar 2019 verständigten sich die AWO Auerbach (Vogtland) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf ein beachtliches Tarifergebnis. Bis zum Jahr 2022 erhalten die Beschäftigten Entgelterhöhungen von bis zu 30 Prozent. Mit diesem Ergebnis gelingt der Anschluss an das Niveau der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, was gerade für die Beschäftigten der AWO Auerbach aus den Bereichen Kindertagesstätten, Pflege und Beratungsstellen ein wichtiges und richtiges Signal ist.

    "Wir diskutieren in der Fläche die Wichtigkeit der sozialen Berufe und der damit verbundenen sozialen Verantwortung in der Gesellschaft. In letzter Konsequenz und hierzu gehört auch eine gute Bezahlung, kam die geforderte Wertschätzung bei den Beschäftigten nicht an. Insofern habe ich Respekt vor der Entscheidung der AWO in Auerbach, hier konkret einen anderen Weg einzuschlagen", so Thomas Mühlenberg, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di.

    Katrin Schmidt, Geschäftsführerin der AWO Auerbach ergänzt: "Wenn es gelingen soll, die Qualität unserer Angebote in der Form zu erbringen, wie es die zu betreuenden Kinder, unsere Bewohner in den Heimen und alle anderen Menschen, die unsere Angebote nutzen, erwarten können, bedarf es eines konkreten Umdenkens. Den Mangel an Fachkräften gerade in den sozialen Berufen nur zu beklagen reicht nicht. Wenn Politik, Verbände und Gewerkschaften im Konsens sind, dass hier gegengesteuert werden muss, sind dringend auch politische Entscheidungen notwendig, die insbesondere im Bereich der Pflege eine andere Form der Finanzierung notwendig machen."

    Katrin Schmidt (AWO) und Thomas Mühlenberg (ver.di) sind sich einig, dass besonders das Modell der Pflegeversicherung einer dringenden Überarbeitung bedarf, damit der Eigenanteil für die Bewohner der Heime nicht noch weiter steigt. Hier ist die Schmerzgrenze lange überschritten.

    Beide sind überzeugt, der jetzt erzielte Tarifabschluss ist das richtige Signal für die Beschäftigten. Die Politik ist klar in der Verantwortung jetzt auch das richtige Signal an die Pflegebedürftigen im Land zu senden.

    Für Rückfragen:

    Thomas Mühlenberg unter 01 70 / 4 74 31 53

    Pressekontakt

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    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
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    für den Inhalt: Jörg Förster

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