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    Harzklinikum Dorothea-Christiane-Erxleben

    Harzklinikum Dorothea-Christiane-Erxleben

    05.11.2018

    Harzklinikum blockiert Berufung eines Aufsichtsratsmitgliedes des Betriebsrates am Standort Quedlinburg

    Am Donnerstag, 1. November 2018, wurde ver.di im Rahmen einer außerordentlichen Betriebsratssitzung am Standort Quedlinburg (Harz) darüber informiert, dass die Gesellschafter des Harzklinikums die Berufung des durch den Gesamtbetriebsrat bereits im Mai 2018 benannten Aufsichtsratsmitgliedes Roman Weber (Arzt in Quedlinburg) blockiert. Die Altmitglieder der Arbeitnehmervertreter Ingbert Sommer (Arzt in Quedlinburg) und Dirk Strobl (Freigestelltes Betriebsratsmitglied Wernigerode) sind vorerst weiterhin im Amt.

    Gründe dafür sind nicht bekannt, da die Gesellschafter, hierzu gehören auch der Landkreis, sich gegenüber den Arbeitnehmervertretern in "kollektiv intransparentes Schweigen" hüllen, so Thomas Mühlenberg, Gewerkschaftssekretär im Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Fachbereich Gesundheit und Soziales.

    "Ich gehe noch einen Schritt weiter", so Mühlenberg „und werfe die Frage auf, ob es ausgemachte Sache sei, das Benennungsverfahren für die Arbeitnehmervertreter durch die Gesellschafterversammlung zu ändern, weil durch den Gesamtbetriebsrat benannte Vertreter nicht "auf Linie sind". Zumindest ist bekannt, dass sich die Gesellschafterversammlung in dieser Woche wohl auch mit diesem Thema befassen soll.

    Das Verfahren zur Benennung der Aufsichtsratsmandate ist im Fusionsvertrag der Kliniken geregelt und war im damaligen Prozess der Fusion der Kliniken schon ein sehr kritisches Thema. Die politischen Vertreter in der Gesellschafterversammlung müssen sich ernsthaft fragen lassen, ob sie ein intransparentes Verfahren von Mandatsbesetzungen in den eigenen Reihen dulden würden.

    "Man muss aushalten, wenn im Aufsichtsrat kritische Mandatsträger der Arbeitnehmer sitzen und nicht versuchen, das Gremium zu beschädigen", so Mühlenberg.

    Zwei Fragen würden wir insofern gern beantwortet haben:

    Warum erfolgt seit Mai 2018 nicht die Berufung des benannten Kollegen?

    Ist es richtig, dass die Gesellschafterversammlung plant, dass Besetzungsverfahren zu ändern und wenn ja wie?

    Sollte eine Reduktion der bisher drei Mandate der Arbeitnehmer angedacht sein, wäre das ein nicht akzeptables Vorgehen und widerspräche auch dem Willen des damalig vereinbarten Fusionsvertrages zwischen den Kliniken Wernigerode und Quedlinburg.

    Für Rückfragen:

    Thomas Mühlenberg unter 01 70 / 4 74 31 53

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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