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    Für gerechte und menschenwürdige Produktionsbedingungen in der …

    Für gerechte und menschenwürdige Produktionsbedingungen in der globalen Textilindustrie –

    20.04.2015

    Niedrigste Löhne, schwerste Arbeitsbedingungen, unzureichende Sicherheits- und Gesundheitsschutzbedingungen – die Liste der alltäglichen menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in den globalen Ketten der Textilproduktion ist lang. Immer wieder sterben Hunderte von Menschen, die billige Kleidung für große deutsche oder europäische Unternehmen und den hiesigen Markt produzieren, so etwa beim Fabrikeinsturz des Rana Plaza-Gebäudes 2013 in Bangladesch oder beim Brand der Textilfabrik Ali Enterprises 2012 in Karatschi. Die Opfer und Hinterbliebenen warten danach meist jahrelang oder auch vergeblich auf eine angemessene Entschädigung, während die Textilunternehmen immense Gewinne einfahren.

    Um die Arbeitsbedingungen in der globalen Textilproduktion kritisch zu beleuchten, führen ehrenamtliche Delegierte der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Rahmen der ver.di-Bundesfachbereichskonferenz Handel, die vom 20. bis zum 22. April in Magdeburg stattfindet, ein Straßentheaterstück auf. Zu Besuch ist auch die pakistanische Gewerkschafterin Zehra Khan. Sie ist Generalsekretärin der Home Based Women Workers Federation, die mehr als 4.000 Heimarbeiterinnen in Karatschi und Lahore vertritt, und sie streitet an der Seite der Hinterbliebenen des Fabrikfeuers für angemessene Entschädigung und grundlegende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.

    "Wir brauche endlich verbindliche und sanktionierbare Verpflichtungen über die gesamte Lieferkette der globalen Textilindustrie, damit sich die Arbeitsbedingungen tatsächlich verbessern und die großen Unternehmen sich nicht mehr ihrer Verantwortung entziehen können", forderte Ulrich Dalibor, ver.di-Bundesfachgruppenleiter für den Einzelhandel.

    ver.di engagiert sich unter anderem im Bündnis "Untragbar" (http://www.das-ist-untragbar.de) gegen Ausbeutung in der Textilindustrie und unterstützt den Spendenaufruf "Wir stehen am Anfang" von medico international (siehe für weitere Informationen http://tinyurl.com/jvzav7q).

    Hinweis für die Redaktionen:

    Ort und Zeit der Aktion:
    Dienstag, 21. April, 12-13 Uhr,
    City-Carré am Willy-Brandt-Platz (gegenüber vom Bahnhof),
    39104 Magdeburg.

    Frau Zehra Khan steht gerne für Interviews zur Verfügung.

    Für Rückfragen:
    Ulrich Dalibor,
    ver.di-Bundesfachgruppenleiter für den Einzelhandel
    01 60 / 8 86 31 56

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
    Karl-Liebknecht-Str. 30-32
    04107 Leipzig
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