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    Ministerpräsidentenwahl in Thüringen

    Ministerpräsidentenwahl in Thüringen

    06.02.2020

    Entsetzen auch in den Reihen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)

    Oliver Greie, Landesbezirksleiter der ver.di in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, kann sein Entsetzen über den Wahlausgang nur schwer in Worte fassen.

    "Was sich gestern in Thüringen ereignet hat, sprengt jegliches Vorstellungsvermögen. Bürgerinnen und Bürger wurden wissentlich getäuscht. Die Liberalen, mit 5 % und daraus resultierenden fünf Sitzen im Landtag vertreten, bedienten sich der Stimmen aus den Reihen der AfD, um die Wahl zum Ministerpräsidenten zu entscheiden. Ein Eklat, der nur mit sofortigen Neuwahlen zu heilen ist", sagt der Gewerkschafter.

    "Es zeigt sich aber auch, dass die sogenannten Protestwähler einen Wahlausgang provozieren können, den sie selbst so nicht gewollt haben."

    Corinna Hersel, Bezirksgeschäftsführerin in Thüringen, hat gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Bezirksvorsitzenden Denny Möller den dritten Wahlgang verfolgt.

    "Was hier passiert ist, hat mit Demokratie nichts mehr zu tun und widerspricht dem Wählerwillen in unserem Land. Wenn sich eine Partei der AfD als Steigbügelhalter bedient, um an die Macht zu kommen, ist das ein Rechtsruck in bisher unvorstellbarem Ausmaß."

    Die Führungsspitzen erwarten von den demokratischen Parteien, endlich gemeinsam gegen rechtsradikales Gedankengut zu kämpfen.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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