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    Kreiskrankenhaus Schleiz

    Kreiskrankenhaus Schleiz

    02.11.2020

    Bedenkzeit für den Arbeitgeber – Warnstreiks werden fortgesetzt

    In der Tarifauseinandersetzung am Kreiskrankenhaus Schleiz gibt es weiterhin keine Bewegung auf Arbeitgeberseite. Für Tarifverhandlungen zur Beschäftigungssicherung gebe es keine Veranlassung.

    "Wir geben dem Arbeitgeber jetzt eine kurze, einwöchige Bedenkzeit. Diese sollte genutzt werden, um sich auf die Verhandlungsaufnahme zu verständigen. Sollten wir keine positive Reaktion erhalten, werden wir die Warnstreiks in der Woche ab dem 9. November fortsetzen", erklärt Philipp Motzke, zuständiger Gewerkschaftssekretär für den Fachbereich Gesundheit und Soziales bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft in Thüringen.

    Nach drei erfolgreichen Warnstreiktagen mit über 100 Beschäftigten haben die Streikenden deutlich gemacht, dass sie an ihren Forderungen festhalten. Die Notversorgung wurde von ver.di jederzeit gewährleistet.

    "Jetzt liegt der Ball auf Arbeitgeberseite. Einer Konfliktlösung stehen wir positiv gegenüber, auf starres Ablehnen von Verhandlungen werden wir entsprechend reagieren“, sagt Motzke. Urabstimmung und unbefristete Streiks müssten dann mit den Streikenden diskutiert werden.

    Die Forderungen lauten:

    1. Beschäftigungssicherung für die Beschäftigten im Umfang der arbeitsvertraglich vereinbarten Bedingungen bei Ausgründung, Ausgliederung oder Veräußerung an Dritte über den Regelungssachverhalt des § 613a BGB hinaus im Rahmen eines Personalüberleitungstarifvertrages.
    2. Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen.
    3. Bei strukturellen Anpassungsmaßnahmen und damit verbundenen Qualifizierungserfordernissen sind Regelungen zu treffen, die den möglichen finanziellen Mehraufwand nicht zu Lasten der Beschäftigten regeln. Damit verbunden ein Konzept, wie arbeitsplatzerhaltende Maßnahmen und Förderung von Beschäftigten sichergestellt werden können.

    Für Rückfragen:

    Philipp Motzke unter 01 51 / 23 85 54 79

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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