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    Informationskampagne an der VHS Leipzig

    Informationskampagne an der VHS Leipzig

    15.03.2017

    Dozent*innen-Initiative und ver.di starten Informationskampagne

    Mit einer Auftaktveranstaltung am Freitag, dem 17. März, wird eine mehrwöchige Informations- und Aktionskampagne an der Leipziger Volkshochschule gestartet. Ein fachkundiger Kollege der VHS wird den Dozent*innen in Euro und Cent vorrechnen, wie viel von ihren derzeitigen Honoraren bleibt, wenn sie 25 Wochenstunden unterrichtet haben und alles bezahlt ist, was zu bezahlen ist.

    "Die Ergebnisse sind allein wegen der vollen Sozialversicherungsbeiträge oftmals recht ernüchternd.", weiß Ulrike Pfeifer, die an der Bildungseinrichtung Deutschunterricht für Nicht-Muttersprachler erteilt,

    "Erhöhungen der Honorare um ein paar Euro, wie jetzt im Frühjahr, sind allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Das Problem ist, dass Honorare im Bildungsbereich jahrzehntelang als Aufwandsentschädigungen gesehen wurden. Die Lücke zu einer angemessenen Bezahlung unserer professionellen Arbeit ist deshalb riesig."

    Für dieses Mal hat die Initiative allzu großer Ernüchterung vorgebeugt. Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung wird es noch ein gemütliches Zusammensein bei Brezeln und Wein geben.

    Außer dem leidigen Thema Geld nimmt die von der ver.di-Betriebsgruppe an der VHS entworfene Kampagne die Themen Vor- und Nachbereitungszeiten, Mitbestimmung, Altersvorsorge, Austausch und Weiterbildung, sowie Krankheit und Urlaub ins Visier.

    "Gute Arbeitsbedingungen umfassen weit mehr als angemessene Bezahlung.", erläutert Karl Kirsch,  der ebenfalls Deutsch an der VHS unterrichtet. "Selbst wenn wir den Punkt der Unterbezahlung irgendwann als erledigt ausklammern könnten, bliebe noch viel mit der Stadt zu regeln übrig."

    Die Gewerkschaft ver.di hat deshalb den Oberbürgermeister um Gespräche gebeten. Ein erster Termin für ein Treffen beider Seiten ist anberaumt.

    "Wenn wir an die Tür des Rathauses klopfen," sagt Olaf Broszeit, zuständiger Landesfachbereichsleiter bei ver.di, "müssen wir gleichzeitig in der VHS präsent sein und die Fragen und Vorschläge der Kolleg*innen dort aufgreifen. Dazu wird ver.di auch erklären, in welchen Bereichen des Arbeitsalltages sie als Gewerkschaft ein Wörtchen mitzureden hätte, wenn die Kolleg*innen uns dazu beauftragen. So wissen viele freiberuflich an der VHS Tätige zum Beispiel nicht, dass sie unter Umständen einen Anspruch auf bezahlten Urlaub haben."

    Die Dozent*innen-Initiative erhofft sich von ihrer ansprechend gestalteten Informationskampagne mehr Rückenwind, eine noch größere Beteiligung und Unterstützung für ihre Forderungen an die Stadt und freut sich auf neue fantasievolle Aktionen. 

     

    Für Rückfragen:

    Olaf Broszeit unter 01 51 / 16 75 97 56

     

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

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