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    Wiederholt will er einen Betriebsrat zur "Strecke bringen"

    Wiederholt will er einen Betriebsrat zur "Strecke bringen"

    Verleger Heinz Heinrich Bauer: 01.04.2011

    Der Verleger Heinz Heinrich Bauer ist in einschlägigen Kreisen als Gegner von Betriebsräten und Gewerkschaften bekannt. Mit Akribie werden Umstrukturierungen im Verlagskonzern vorgenommen, um Tarifbindung abzuschütteln und Interessenvertretungen zu zerschlagen. Das Katz und Maus Spiel zieht sich bereits über viele Jahre. Die Spielvorlage jedoch ist immer die gleiche. Besonders haben es ihm die bei ver.di organisierten Betriebsräte angetan.

    2003 wollte der Verleger den Betriebsrat Helmut Schmidt von bauer druck Köln durch betriebsbedingte Kündigung und Hausverbot kalt stellen.
    2010 versuchte Bauer in Hamburg die engagierte Konzernbetriebsrätin bei New Bauer Kersten Artus (Mitglied der Hamburger Bürgerschaft) auf schäbige Art und Weise aus dem Verlag zu kündigen. Die Gründung des Konzernbetriebsrats war erst wenige Monate her. Der KBR konnte nach Umstrukturierung im Verlag und Übergabe an die Verlegertochter Yvonne Bauer erzwungen werden.

    Im nächsten Fall schlug der Verleger Bauer zwei Fliegen mit einer Klappe. Durch Schließung des Druckzentrums der Magdeburger Volksstimme in Barleben zur Jahresbeginn 2011 und Übergabe der Druckaufträge an eine Leiharbeitsfirma konnte der Betriebsratsvorsitzende und gleichzeitige KBR-Vorsitzender der Bauer Media Group Thomas Laskowski "entsorgt" werden.

    Wer glaubt, das war die letzte Tat des Verlegers: Der irrt. Nun trifft es auch Renate Wähnelt, die als Ersatzmitglied in den Betriebsrat der MBG Medien-Service-Harz-Börde GmbH nachgerückt war, weil Betriebsratsmitglieder dem Druck auf die Lokalredakteure nicht standhielten und einen Vertrag als Redakteur der neu gegründeten Volkstimme Bördekreis GmbH oder gar als Pauschalist in den neu gegründeten Repräsentanzen Volksstimme Wernigerode UG und Volksstimme Börde UG unterschrieben. ver.di hat in Folge über den Klassenkampf des Verlegers Bauer mit dem Handelsregister berichtet.

    Ein wie oben beschriebenes "Angebot" in den neu gegründeten Firmen hat man Renate Wähnelt jedoch erst gar nicht unterbreitet. Schließlich war dies beste Gele-genheit und das alt bekannte Spiel: kritische und engagierte Betriebsräte werden aus dem Imperium Bauer entfernt. Klar ist, Renate wird gegen die Kündigung klagen. Ihre Gewerkschaft ver.di gibt Rechtsschutz.

    "Das Unrecht hat Namen und Adresse: Heinz Bauer, Verleger, Hamburg", sagt Michael Kopp, Fachbereichsleiter Medien bei ver.di und fordert den Volkstimme Geschäftsführer Lange auf, die Kündigung sofort zurückzunehmen.

    Für Rückfragen:
    Michael Kopp,
    ver.di SAT
    Landesbezirksfachbereichsleiter
    Medien, Kunst und Industrie,
    Tel. 0172 / 3 63 40 00

    Herausgeber:

    ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    Pressestelle
    Karl-Liebknecht-Str. 30
    04107 Leipzig

    V.i.S.d.P.: Thomas Voß
    Landesbezirksleiter