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    ver.di lässt gemeinsam mit Students for Future erste „Klimabahn“ durch Leipzig fahren

    Das Klima schützen heißt, den ÖPNV unterstützen 26.11.2019

    ver.di lässt gemeinsam mit Students for Future erste „Klimabahn“ durch Leipzig fahren

    Das Klima schützen heißt, den ÖPNV unterstützen

    Diesen Slogan machen sich die Gewerkschaft ver.di und ihre ver.di-Jugend Leipzig-Nordsachsen zu eigen, wenn am Mittwoch, 27. November, ab 15 Uhr die erste „Klimabahn“ an der Angerbrücke ausfährt.

    Die Fahrt findet im Rahmen der bundesweiten Klimawoche statt, die von Students for Future organisiert wird und ein vielfältiges Programm zum Thema „Klimagerechtigkeit“ bereithält. Unterstützt wird die Fahrt mit der Klimabahn unter anderem von den Leipziger Verkehrsbetrieben und dem Ökolöwen.

    Während der Fahrt erwartet die Mitreisenden ein buntgemischtes Programm aus Poetry Slam, Live-Musik, sowie Impulsen zur Frage der Finanzierung des ÖPNV in Leipzig und den damit verbundenen Möglichkeiten, diesen zu stärken. Auch für die Kleinsten gibt es eine Kinderecke. Sogar für das leibliche Wohl wird mit Snacks und Getränken gesorgt sein. Die ganze Fahrt ist natürlich für alle Mitreisenden kostenlos.

    Damit eilt die Klimabahn ihrer Zeit voraus, denn die Forderung nach kostenlosem ÖPNV ist eine von vielen Ideen, um den Nahverkehr „klimagerecht“ aufzuwerten. Die Einführung eines „Azubi-Tickets“ oder eines „365-Euro-Tickets“ werden hier weiterhin diskutiert.

    Ob mit den anstehenden Verhandlungen des Tarifvertrags für den Nahverkehr (TV-N) im kommenden Jahr ähnlich gute Ergebnisse zur beschleunigten Förderung von mehr Klimagerechtigkeit erzielt werden können, bleibt abzuwarten. Hierbei kommt es maßgeblich auf die Gewerkschaft ver.di und ihrer Mitglieder in der LVB an. Denn: Kritisch ist unter anderem die Personalpolitik im Bereich des ÖPNV. Paul Pjanow, ver.di-Gewerkschaftssekretär im Bereich „Verkehr“ in Leipzig-Nordsachsen, gibt zu bedenken: „Obwohl der ÖPNV zur Erreichung der Klimaziele hilft, wurde seit 1990 massiv am Personal gespart. Heute befördert der ÖPNV 24 % mehr Fahrgäste als noch vor 20 Jahren und das mit 18 % weniger Personal. Die Beschäftigten bezahlen das mit steigender Arbeitsbelastung.“

    Klimapolitik macht vor den Fragen der Personalpolitik also nicht Halt. Dies ist ein Grund mehr für die Gewerkschaft ver.di, sich auch in dieser Frage zu positionieren.

    Aber: Nicht nur die Arbeitgeber im öffentlichen Nahverkehr, auch die Politik ist gefragt, um mit geeigneten Mitteln dem Ausbau des ÖPNVs in Leipzig und Umgebung Vorschub zu leisten. Hier müssen Konzepte zusammen erarbeitet werden, die den Ausbau des Nahverkehrs in Leipzig und Sachsen beschleunigen. Die jungen Aktivist*innen von Students for Future und der ver.di-Jugend haben dies bereits erkannt, und sich in gemeinsamer Zusammenarbeit ihre „Klimabahn“ der Zukunft geschaffen. Nun ist Leipzig gefragt, selbst ein Vorbild für andere Kommunen zu schaffen, wenn Forderungen wie ein 365-Euro-Ticket oder Azubi-Ticket bei gleichzeitiger Entlastung der Beschäftigten im ÖPNV schlussendlich Realität werden.

     Für Rückfragen:  Paul Pjanow, Gewerkschaftssekretär im Bereich Verkehr, unter der 01 60 / 90 41 59 48

     

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter
    für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Jörg Förster

    Pressestelle:
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