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    „…BEWUSST NICHT NACHFRAGEN, OB ALLES IN ORDNUNG IST"

    Interview mit jungen Krankenhausbeschäftigten

    „…BEWUSST NICHT NACHFRAGEN, OB ALLES IN ORDNUNG IST"

    Eigentlich müsste jeder Tag ein internationaler Tag der Pflege sein.

    Denn in der Pflege werden Leistungen erbracht, von denen alle Menschen schon mal profitiert haben und die im Ernstfall auch jederzeit sein müssen. Eigentlich kennt die Pflege keine sozialen Unterschiede – nur Wirtschaftssysteme und Politik zementieren diese: Qualitative Unterschiede in der Versorgung (Kassenärztliche versus Privatversicherte), aber auch Unterschiede in der Gestaltung von Arbeitsbedingungen. Seit Jahren fordern Pflegekräfte und Krankenhausbeschäftigte zusammen mit der Gewerkschaft ver.di bessere Personalschlüssel, bessere Gehälter, sowie eine allgemeine Aufwertung ihrer Berufe. Teilerfolge gibt es bereits: Tarifverträge zur Entlastung an verschiedenen Krankenhäusern, Durchführung erster Streiks auch an kirchlichen Einrichtungen, oder die teilweise Tarifierung von schulischen Ausbildungen im Gesundheitswesen, die dadurch erstmalig eine Vergütung erhalten. Doch jetzt, in Zeiten der Corona-Pandemie, offenbaren sich die schwerwiegenden Folgen kaputtgesparter und zunehmend privatisierter Gesundheitssysteme in aller Deutlichkeit – und das international. Wir haben den „Internationalen Tag der Pflege“ am 12. Mai zum Anlass genommen, um die derzeitige Situation von Pflegenden am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) genauer zu hinterfragen. Dazu sprach Sander von ver.di mit Christian und Claudia vom UKL.